Vorläufige Sicherung des Überschwemmungsgebietes am Altbach
 
Das Landratsamt Rottal-Inn hat das vorläufig gesicherte Überschwemmungsgebiet am Alt­bach für den Markt Triftern im Amtsblatt des Landkreises Rottal-Inn Nr. 3 vom 31.01.2013 bekannt gemacht.
 
Die Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass es wichtig ist, aktiv vorzusorgen, um Hochwasserschäden zu minimieren. Eine Voraussetzung dafür ist, die Ge­biete zu ermitteln, die bei Hochwasser voraussichtlich überschwemmt wer­den. Das Bayeri­sche Wassergesetz (BayWG) verpflichtet deshalb die Wasserwirtschaftsämter, die Über­schwemmungsgebiete in Bayern zu ermitteln und zu kartieren (Art. 46 Abs. 1 BayWG).
 
Ziel:
 
Die Ermittlung dient dem Erhalt von Rückhalteflächen, der Bildung von Risikobewusstsein und der Gefahrenabwehr. Damit sollen insbesondere:
 
  • ein schadloser Hochwasserabfluss sichergestellt werden,
  • Gefahren kenntlich gemacht werden,
  • freie unbebaute Flächen als Retentionsraum geschützt und erhalten werden und
  • in bebauten und beplanten Gebieten Schäden durch Hochwasser verringert bzw. vermie­den werden.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei dem Überschwemmungsgebiet nicht um eine behördliche Planung handelt, sondern um die Ermittlung und Darstellung einer von Natur aus bestehenden Hochwassergefahr.
 
Rechtsfolge:
 
Mit der Darstellung der Überschwemmungsgebietsgrenzen ist die Flächenabgrenzung für die konkrete Überschwemmungsgefahr bei Eintritt des Bemessungshochwassers bekannt. Es liegt somit ein ermitteltes Überschwemmungsgebiet vor.
 
Mit der vorläufigen Sicherung gilt der § 78 Abs. 1-5 WHG.
Nach Abs. 1 wird z. B. Folgendes untersagt:
 
  • die Ausweisung von neuen Baugebieten in Bauleitplänen,
  • die Errichtung oder Erweiterung baulicher Anlagen,
  • die Errichtung von Mauern, Wällen oder ähnlichen Anlagen,
  • das Aufbringen und Ablagern von wassergefährdenden Stoffen auf dem Boden,
  • die nicht nur kurzfristige Ablagerung von Gegenständen, die den Wasserabfluss behindern können oder die fortgeschwemmt werden können,
  • das Erhöhen oder Vertiefen der Erdoberfläche, das Anlegen von Baum- und Strauch­pflanzungen, die Umwandlung von Grünland in Ackerland, die Umwandlung von Au­wald in eine andere Nutzungsart.
In den Absätzen 2-5 des § 78 WHG sind die Ausnahmesituationen geregelt. Hier kann im Ein­zelfall die zuständige Behörde das Verbot aufheben.
Der Erläuterungsbericht und die Detailkarten der vorläufigen Sicherung des Überschwem­mungsgebiets am Altbach liegen ab Veröffentlichung dieser Bekanntmachung
 
 im Rathaus Triftern, Magistratsstr. 1, 84371 Triftern,
 1. Stock, ZiNr. 01
 
auf Dauer während der allgemeinen Dienststunden öffentlich zur Einsichtnahme auf.
Entsprechende Übersichtskarten sind auch hier als PDF-Datei abrufbar.