Triftern. Das Jahr 2010 wird für die seit 2003 bestehende Bürgersolarstromanlage Triftern erstmals ein unterdurchschnittliches Ertragsergebnis bringen. Einer Mitteilung der Betreibergesellschaft GoldSolarWind (GSW) zufolge, dürfte der vorgegebene Planertrag von 46.368 KWh Strom heuer nicht ganz erreicht werden.

Bis Ende November seien zwar fast 97 % des geplanten Jahresertrags erreicht worden, so die GSW. Das seither eingetretene winterliche Wetter mit schneebedeckten Dächern werde wohl aber das Überschreiten der 100 %-Marke verhindern.

Dies war in den vergangenen Jahren stets der Fall, wobei sich in 2007 mit fast 54.000 KWh erzeugten Strom mit über 116 Prozent Planertrag das bisherige Rekordergebnis einstellte. Seit April 2003 erzeugen Photovoltaikanlagen auf den Dächern des Feuerwehrgerätehauses Triftern und des Bürgerhauses Neukirchen Strom, insgesamt bis dato fast 400.000 Kilowatt. Insgesamt sind 478 Module montiert, 254 davon in Neukirchen und 224 in Triftern.

Nach GSW Angaben decke die jährliche produzierte Energiemenge der beiden Anlagen den Strombedarf von etwa 14 Haushalten. Zudem würden jedes Jahr damit ca. 23.000 Kilogramm des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) wegen Nichtverwendung von fossilen Brennstoffen eingespart.

Nicht nur mit dem Stromertrag ist man bei der GSW zufrieden. In technischer Sicht gelte dies auch für die beiden Anlagen, die das ganze Jahr 2010 hinweg, störungsfrei gearbeitet hätten.

Rund 240.000 Euro hat die GSW in die beiden Photovoltaikanlagen investiert, die auf eine Initiative der lokalen Agenda 21 Triftern zurückgeht. 93.000 Euro davon sind durch die Beteiligung von 30 Bürgern und dem Markt Triftern zustande gekommen. Zur Finanzierung hat auch das "100.000-Dächer-Solarstrom-Programm" der Bundesregierung beigetragen. Die GSW-Bürgersolarstromanlage Triftern hat daraus ein zinsgünstiges Darlehen von 188.000 Euro über die Kreditanstalt für Wiederaufbau erhalten.