Bebauungsplan Neukirchen-Bergring II muss überarbeitet werden
 
Triftern. Im Frühjahr 2018 werden voraussichtlich die Bagger für die Erschließung des Wohnbaugebietes Bergring II in Neukirchen anrollen. Der dafür in Aufstellung befindliche Bebauungsplan bedarf aber vorher noch der Überarbeitung.
Dies ist aus verschiedenen Stellungnahmen von Fachbehörden veranlasst, die von diesen im Rahmen des Auslegungsverfahrens abgegeben worden waren. Der Marktgemeinderat hat diese auf der Tagesordnung seiner Sitzung vor der Sommerpause. Geschäftsleiter Siegfried Schmied trug die Äußerungen vor, zu denen dann vom Gremium, jeweils ohne Wortmeldungen, die von der Verwaltung vorgeschlagenen Abwägungsbeschlüsse gefasst wurden.
Einiges auszusetzen an den Darstellungen im Bebauungsplan hatte das Landratsamt-Kreisbauamt, wie beispielsweise fehlende Verfahrensdokumente oder nicht planzeichengerechte Darstellungen. Auch in der Begründung wurden Mängel und Fehler aufgezeigt, so die überflüssige Festsetzung der Geschoßigkeit auf E+D, da diese durch die grundsätzliche Festlegung auf E+1 bereits zulässig sei, so das Kreisbauamt. Vom Ingenieurbüro Rinner, das den Bauleitplan gefertigt hat, ist nun eine Überarbeitung vonnöten.
Dies gilt auch für den Bereich zu dem die Untere Naturschutzbehörde beim Landratsamt Stellung genommen hatte. Diese war mit einem Textteil in der Begründung nicht einverstanden, demzufolge die notwendigen Ausgleichsflächen in das bestehende „Ökokataster“ eingebucht und umgesetzt werden sollen. Die getroffenen Aussagen seien unvollständig und missverständlich, weil überhaupt keine Ökokataster-Bescheide für den Markt existieren würden, so die Fachstelle. Geschäftsleiter Schmid schlug hierzu vor, den Textteil folgendermaßen zu formulieren: „Die notwendige Ausgleichsfläche ist von der Ökokontofläche des Marktes Flur-Nr.410/ der Gemarkung Triftern mit einem verfügbaren Volumen von2.871 qm abzubuchen“.
Auch vom Wasserwirtschaftsamt Deggendorf erging die Stellungnahme mit Hinweisen auf planerische Mängel. Vorderhand deswegen, weil die Beseitigung des Niederschlagswassers im Plan nicht im Detail dargestellt und erläutert wird.
 
Vom Geschäftsleiter wurde dazu vorgetragen, dass die Unterlagen für den bestehenden Niederschlagswasserkanal im Gebiet Bergring dem Wasserwirtschaftsamt seit Jahren zur Prüfung vorliegen würden. Die Einleitung des Niederschlagswassers aus dem neuen Baugebiet werde rechtzeitig vor der Erschließung im Detail festgelegt und mit der Fachbehörde abgestimmt. Der Marktgemeinderat war mit dieser Erklärung einverstanden.
Abschließend merkte Siegfried Schmied noch an, dass man mit dem Landratsamt abklären wolle, ob eine neuerliche Auslegung des Bebauungsplanes auf die Fachstellen reduziert werden könne, von denen Einwendungen erhoben worden seien. Dies könnte das nun nochmals erforderlich werdende Verfahren etwas vereinfachen.
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