Brunnenbauzuschuss für TSV Anzenkirchen – Zusätzliche Fachkraft für KiGa Triftern - Asylbewerberintegration
 
Triftern. Einen Brunnen will der TSV Anzenkirchen für die Bewässerung seiner zwei Sportplätze bohren. Der Marktgemeinderat bewilligte zu der mit knapp 12.000 Euro veranschlagten Maßnahme den obligatorischen Vereinszuschuss in Höhe von 15 Prozent, maximal 1.125,00 Euro.
Dieser Betrag könnte sich noch erhöhen, wenn die von Josef Bachl in der Sitzung gestellte Frage zu dem von ihm vermuteten Ergebnis führen würde. Diese bezog sich auf einen Vergleich mit der Sportanlage des TSV Triftern, dessen Bewässerungskosten voll vom Markt übernommen werden. Bachl wollte wissen wie hoch dieser Aufwand sei, der von Kämmerer Egon Harböck aber nicht beziffert werden konnte. Dazu fügte Bachl an, dass er nicht verstehen könne, weshalb der TSV Anzenkirchen hierfür selbst aufkommen müsse.
Aus der folgenden Diskussion ergab sich, dass es für diesen noch eine Zuschuss-Nachbesserung geben könne. Beschlussmäßig wurde festgelegt, dass über den Antrag des TSV Anzenkirchen neu zu befinden sei, wenn ein Vergleich mit der Bewässerung des Sportplatzes des TSV Triftern einen großen Unterschied ergeben sollte.
Um zusätzlichen Personalaufwand für den Caritas-Kindergarten „St. Stephan“ Triftern ging es in einem weiteren Punkt der Sitzung. Fachdienstleiter Stephan Spöckmer trug dazu vor, dass in 2017/18 voraussichtlich fünf Kinder mit erhöhtem Förderbedarf die Einrichtung besuchen würden. Damit diese Kinder in einer Gruppe auch entsprechend gefördert und integriert werden könnten, sei grundsätzlich vorgesehen die Gruppengrößen entsprechend anzupassen. Spöckmer verwies dazu auf das Landratsamt-Jugendamt, das einen zusätzlichen Personalaufwand für die Gewährleistung eines ordnungsgemäßen Betriebes für zwingend erforderlich halte.
37 Stunden pro Woche seien für die zusätzliche pädagogische Fachkraft vonnöten, woraus laut einer Berechnung der Diözese Passau Arbeitgeber-Kosten von ca. 52.500 Euro (brutto) entstehen würden, so der Fachdienstleiter. In Konsequenz aus dem hier wirksam werdenden Defizitvertrag für den Kindergarten ergebe sich eine Aufteilung von 8 Prozent für die Pfarrei Triftern als Träger, 40 Prozent für den Freistaat Bayern und 52 Prozent (= 27.352 Euro) für den Markt. Einstimmig wurde dies so beschlossen.
 
Unter „Verschiedenes“ berichtete der Integrationsbeauftragte des Marktes, Dr. Rudolf Schwetlik, über aktuelle Entwicklungen in der Asylbewerberunterkunft am Unteren Markt in Triftern. Derzeit seien etwa 80 Asylbewerber aus über einem Dutzend verschiedener Her-kunftsländer untergebracht. Er spreche dieses Thema auch an, um den Einsatz und die Leistungen von Mitgliedern der „Trifternhilfe“ anerkennend herausstellen zu können. Bei dieser Gelegenheit gab es von Bürgermeister Walter Czech Dankesworte für Dr. Schwetlik für seine integrativen Bemühungen, in Sonderheit bei der Lösung von Problemzonen.
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