Augsburg war für den Gartenbauverein eine Reise wert
 
Triftern. Die schwäbische Metropole Augsburg war bei idealem Wetter Ziel einer Tagesfahrt des Gartenbauvereins. Vorrangiger Grund war die Besichtigung des  als „immer-grünes Juwel der Stadt“ bezeichneten Botanischen Gartens in dem über 3.000 Pflanzenarten blühen und grünen. Und als solches präsentierte sich auch die vor achtzig Jahren entstandene, rund zehn Hektar große Anlage, die besonders durch die Landes-gartenschau 1985 eine sehenswerte Neugestaltung erfahren hat. Mehrere Themengärten von dieser Ausstellung konnten die Gartler noch bestaunen, wie den Römer-,  Bauern-  oder den Apothekergarten. Besonderen Eindruck machte der als Teichgarten angelegte japanische Garten, den ein Wasserlauf zwischen kunstvoll platzierten gewaltigen Granitfelsen durchzieht. Bei einem Augsburg-Besuch durften sich die Ausflügler natürlich nicht die Fuggerei entgehen lassen. Die älteste Sozialsiedlung der Welt wurde in zwei Gruppen mit Führern erkundet. Zu erfahren war dabei, dass die auf die Stiftung von Jakob Fugger aus dem Jahre 1521 zurückgehende idyllische Reihenhaussiedlung aus 67 Häusern mit 140 Wohnungen besteht. Bis heute wohnen dort bedürftige katholische Bürger Augsburgs für eine jährliche Kaltmiete von 0,88 Euro und die Verpflichtung  einmal täglich drei Gebete für den Stifter und seine Familie zu sprechen. Zwischen diesen beiden Stationen wurde die Mittagszeit am Rathausplatz verbracht. Das Rathaus, das bedeutenste weltliche Gebäude der Renaissance nördlich der Alpen und das Wahrzeichen der Stadt, der Perlachturm, ließen mit dem gesamten Gebäudeensemble erkennen, warum Augsburg oft als die “nördlichste Stadt Italiens“ bezeichnet wird. Mit vielen nachhaltigen Eindrücken wurde die Heimfahrt angetreten, bei der man noch im Biergarten des Klosterwirts Schönbrunn bei Dachau einkehrte.  
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Foto: Broda