Sanierung der Lengshamer Kirche ist angelaufen
 
Triftern. Erhebliche Schäden haben die Altbachfluten vom 1. Juni 2016 in der Filialkirche Lengsham St. Koloman in Lengsham angerichtet. Bei 300.000 Euro liegt das Kostenvolumen für die Sanierungsarbeiten, die Anfang September begannen.
Die Planung dazu habe man von dem beauftragten Ingenieurbüro Wenger aus Marktl bereits im November vergangen Jahres gehabt, blicken Kirchenpfleger Markus Mayer und der Beauftragte der Kirchenverwaltung für Baumaßnahmen Uli Walz bei einem Ortstermin zurück. Den langen Zeitraum bis zum Baubeginn habe das aufwändige Genehmigungsverfahren in Anspruch genommen. Die Regierung von Niederbayern, das Diözesanbauamt Passau und das Landesamt für Denkmalpflege hätten mit ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen gewissermaßen unter einen Hut gebracht werden müssen.
Am Ende des monatelangen Vorlaufs sei jedoch ein positives Ergebnis herausgekommen, so die beiden Verantwortlichen der Pfarrei. Die Wiederinstandsetzung der Lengshamer Kirche werde mit 200.000 Euro aus dem Hochwasser-Infrastrukturprogramm des Freistaates Bayern gefördert. 80.000 Euro steuere die Diözese Passau bei, die restlichen 20.000 Euro müssten von der Pfarrei Triftern aufgebracht werden.
Neben der teilweisen Erneuerung der Fassade und deren neuen Gesamtanstrich seien auch im Inneren der Kirche umfangreiche Sanierungen, insbesondere im Altarbereich notwendig, erklärt Uli Walz. Die Arbeiten müssten zügig von statten gehen, damit der aktuell geplante Fertigstellungszeitpunkt Dezember 2018 auch eingehalten werden könne.
Diesen Termin hätte Markus Mayer, der auch Dorfmeister der Ortsgemeinschaft Lengsham ist, lieber viel früher gesehen. Ende Juli nächsten Jahres, beim traditionellen Dorffest wäre eigentlich sein Wunschtermin gewesen. Nun müssen er und die Lengshamer auf die
Festivität des Jahres 2019 warten, um dann den Festgottesdienst erstmals in der renovierten Kirche feiern zu können.
Als Kirchenpfleger haben Markus Mayer und sein Kirchenverwaltungsteam, sowie Koordinator Uli Walz zur Zeit nicht nur die Sanierungsmaßnahme der Lengshamer Kirche zu bewerkstelligen
 
Im nächsten Jahr muss auch die vom Hochwasser beschädigte Fischerkapelle am Inneren Gries in Triftern mit einem Kostenaufwand von rund 100.000 Euro saniert werden. Und auch das  Sommerhäusl im Garten des Pfarrheims St. Stephan Triftern gehört zur Baumaßnahmen-Agenda der Pfarrei. Im Frühjahr 2018 soll das ebenfalls vom Hochwasser zerstörte Gebäude abgebrochen und an gleicher Stelle wieder aufgebaut werden. Auf etwa 27.000 Euro beläuft sich die Kostenbeteiligung der Pfarrei für diese beiden Objekte.
Schließlich muss von dieser auch noch der dickste Brocken geschultert werden, das neue Pfarrheim. Der Anfang nächsten Jahres bezugsfertig werdende Umbau des bisherigen Pfarrzentrums wird voraussichtlich 1,7 Mio Euro kosten. Trotz hoher Förderung durch die Diözese Passau muss die Pfarrei hier einen Kostenanteil von 300.000 Euro stemmen.
Alles in allem ist die Pfarrei mit rund 350.000 Euro an den vier Maßnahmen beteiligt. Um diesen finanziellen Kraftakt zu meistern ist die Unterstützung der Pfarrangehörigen erforderlich. Diese werden deshalb von der Pfarrei in einem Brief zum Kirchgeld 2017 um einen besonders großzügigen Beitrag gebeten. Dieser wird nicht nur für die vorerwähnten Kostenbeteiligungen, sondern auch für den Unterhalt anderer Gebäude und für die seelsorgerische Arbeit benötigt.
  • er
Bildtext:
Viel zu tun gibt es derzeit in Sachen Baumaßnahmen der Pfarrei Triftern für Kirchenpfleger Markus Mayer (links) und den Bau-Beauftragten der Kirchenverwaltung Uli Walz. Seit Anfang Oktober laufen die Sanierungsarbeiten bei der vom Hochwasser stark beschädigten Filialkirche Lengsham.
Foto: Reiter