Im Gedenken: Adolf Stapfer, Triftern  †
 
Triftern. Welch besondere Wertschätzung  Adolf Stapfer, der nach längerer Krankheit im 85. Lebensjahr verstorben ist, in der Bevölkerung entgegengebracht wurde, zeigte sich bei seiner Beerdigung. Eine große Trauergemeinde nahm Abschied von einer Persönlichkeit, mit der ein Stück Triftern zu Grabe getragen wurde.
Zeit seines Lebens war Adolf Stapfer immer den Belangen der Pfarrei Triftern verbunden. 25 Jahre davon tat er dies sowohl als Mitglied der Kirchenverwaltung als auch des Pfarrgemeinderates, wobei vor allem auch seine Kenntnisse als Elektromeister vielfältig von Vorteil waren. „Adolf Stapfer war der Prototyp eines ehrenamtlich Tätigen“ wurde dessen beispielhaftes uneigennütziges Engagement im Dienste der Allgemeinheit in der Trauerrede von Pfarrer Johannes Streitberger charakterisiert. Beispielhaft nannte er hier dessen Funktion als Bauleiter der Pfarrkirchenstiftung bei der umfassenden Außen- und Innenrenovierung der Pfarrkirche Mitte der 1980-er Jahre.
Pfarrer Streitberger feierte das Requiem in der Pfarrkirche St. Stephan in Konzelebration mit den früheren Ortsgeistlichen Johann Schoßleitner (1974–1993) und Rudolf Hamp
(1993–2008). Beide, so blickte er in seiner Ansprache zurück, hätten in diesen mehr als drei Jahrzehnte ihrer seelsorglichen Tätigkeit einen engen Bezug zu Adolf Stapfer durch dessen ausgeprägte Betätigungen für die Pfarrei gehabt. Mit der gemeinsamen Feier des Trauergottesdienstes der drei Priester werde das gesamte Wirken des Verstorbenen auf diese besondere Weise anerkennend gewürdigt, so Pfarrer Streitberger.
Musikalisch gestaltet wurde das Requiem von Dr. Oskar Bärlehner an der Orgel und gesanglich von Andrea Fraunhofer-Bruckmeier und Sonja Seiler. Ein langer Trauerzug, der am früheren Wohn- und Geschäftshaus des Verstorbenen am Unteren Markt vorbeiführte, bewegte sich anschließend zum Friedhof.
 
Am offenen Grab wurde noch in zwei Nachrufen an das Engagement von Adolf Stapfer in Vereinen gedacht. Franz Altmann, Vorsitzender des TSV Triftern, dankte dem Verstorbenen für seine 24-jährige Tätigkeit als Kassenprüfer. An dessen Funktion als Gründungsmitglied der Bergschützen Voglarn erinnerte 3. Schützenmeisterin Annegret
Bornstein mit ehrenden Worten. Adolf Stapfer war auch Mitglied in mehreren anderen örtlichen Vereinen. Bis zuletzt - noch wenige Tage vor seinem Tod – war er als Gast in der Halle bei den Stockschützen des EC Triftern anzutreffen.
Adolf Stapfer wurde am 2. Juli 1932 in Safferstetten (Bad Füssing) geboren. Nach den Kriegsjahren kam er nach Furth bei Triftern und machte bei der damaligen Firma Reindl in Triftern eine Lehre als Elektriker. Im Jahre 1951 begann er sich selbst ein Geschäft am Unteren Markt aufzubauen. Aus der 1955 geschlossenen Ehe mit seiner 2008 verstorbenen Frau Anna gingen vier Kinder hervor, wobei die erste Tochter bereits im Alter von einem Jahr verstorben ist.
Im Jahre 1998 erfolgte die Geschäftsübergabe an seinen Sohn Adolf, wobei er dann noch weitere acht Jahre seine Erfahrungen als erfolgreicher Unternehmer in den Betrieb einbrachte. Die letzten Lebensjahre verbrachte Adolf Stapfer im Haus an der Hochstraße, wo ihm von seinem Sohn Anton und dessen Frau Sonja eine liebevolle Pflege zuteilwurde. In der Nacht zum Reformationstag ist er dort friedlich eingeschlafen.
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Foto: red