33 Stellungnahmen zum Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Furth
 
Triftern. Es geht zügig voran mit der Ausweisung des Gewerbegebietes Triftern-Furth. Nach der im Oktober vergangenen Jahr vom Marktgemeinderat beschlossenen Aufstellung eines Bebauungsplanes konnte dieser jetzt schon den Billigungs- und  Auslegungsbeschluss fassen.
Bevor dieser einstimmig erging musste sich das Gremium mehr als eine Stunde lang mit den während des Beteiligungsverfahrens von Fachbehörden und Anliegern eingegangenen Stellungnahmen beschäftigen. 33  Äußerungen lagen in der Sitzung vor, zu denen Dipl. Ing. Dr. Felix Brand vom Ing. Büro ING, Traunreut, die entsprechenden Beschlussvorschläge vorbereitet hatte und diese auch ausführlich erläuterte.
Allein über 13 vom Staatlichen Bauamt Passau angesprochene Punkte war dabei zu befinden. U.a. ging es um planerische und textliche Festsetzungen bezüglich der neu zu erstellenden Zufahrtsstraße, das sich daraus ergebende Sichtdreieck, um die Anbauverbotszone zur Staatsstraße 2324, sowie um den Straßendurchlass des an dem geplanten Gewerbegebiet vorbeiführenden Entwässerungsgraben. Allen vom Bauamt zur Anpassung oder Änderung vorgebrachten Einwendungen bzw. Hinweisen könne man im Bebauungsplan Rechnung tragen, sagte Dr. Brand.
Zu sieben Punkten hatte die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes Stellung genommen, einleitend aber herausgestellt, dass „mit den Grundzügen der Planung Einverständnis besteht“. Nicht ganz konform geht die Fachstelle jedoch mit der vorgesehenen Eingrünung (Baumhecke), die ihrer Ansicht nach zu schmal angelegt sei. Der Planer beurteilte dies anders. Demgemäß fiel auch der Beschluss des Marktgemeinderates aus. Hiernach erstrecke sich die geplante Eingrünung sowohl über die privaten Grünflächen als auch über den westlichen Rand der angrenzenden Ausgleichsfläche. Somit würden nachbarschaftsrechtliche Pflanzabstände nicht erforderlich. Außerdem stehe insgesamt genügend Breite für eine wirksame Eingrünung zur Verfügung.
 
Fünf Hinweise waren vom Wasserwirtschaftsamt Deggendorf im Rathaus eingegangen. Sie betrafen u.a. die Ableitung des Niederschlags- und Schmutzwassers sowie die Verlegung des Entwässerungsgrabens. Dr. Felix Brand zufolge sollten die vorgebrachten Anregungen in den Bebauungsplan eingearbeitet werden. Dies gelte auch für die Darstellung des Überschwemmungsgebietes des am künftigen Gewerbegebiet vorbeifließenden Altbachs. Per Beschluss wurde vom Marktgemeinderat klar gemacht, dass die festgesetzten Bauflächen nicht im Überschwemmungsgebiet liegen würden und der Hochwasserabfluss auf der ausgewiesenen Ausgleichsfläche nicht behindert werde.
Die Beschlüsse zu den weiteren vorliegenden Stellungnahmen waren gewissermaßen Formsache, so diejenigen Telekom, Bayernwerk und Energienetze Bayern betreffend. Deren beabsichtigte Verlegung von Leitungen im Gewerbegebiet würde bei der Erschliessungsplanung berücksichtigt. Schließlich war noch über schriftliche Äußerungen von zwei Anliegern, Ulrich Huber (Furth) und Karl Weggartner (Nuppling) zu befinden. In beiden Fällen wurde bei den von diesen vermuteten Beeinträchtigungen ihrer angrenzenden Grundstücke keine negativen Auswirkungen gesehen.
  • er