Bebauungsplan für neues Wohnbaugebiet in Anzenkirchen
 
Triftern. Drei Bauleitpläne hatte der Marktgemeinderat auf der Tagesordnung seiner ersten Sitzung im neuen Jahr. Neben der Billigung des Planes für das Gewerbegebiet  Triftern-Furth wurde für das Wohnbaugebiet Triftern/Adalbert-Stifter-Straße ein Bebauungsplan aufgestellt (die PNP berichtete). Ein solcher war auch für ein neues Baugelände in Anzenkirchen –„An der Schwaibacher Straße/Süd“ zu beschließen.
Eigentlich könnten auf dem Areal, angrenzend an die westliche Häuserreihe entlang der Numberger Straße, mehr Bauparzellen ausgewiesen werden, sagte Geschäftsleiter Siegfried Schmied eingangs der Beratung dieses Themas. Vom Markt könnten aber das in Betracht kommende weitere Grundstücke mangels Bereitschaft des Eigentümers nicht erworben werden.
Diese Problematik habe auch für das Gestaltungskonzept des Bebauungsplanes  Auswirkungen, erklärte Planer Thomas Desch vom gleichnamigen Büro aus Bad Birnbach. Nachdem nur ein Grundstück zur Verfügung stehe, das danebenliegende hingegen nicht, könne aktuell nur eine einseitige Bebauung entstehen. Die Erschließungsstraße werde aber so angelegt, dass ein späterer Anbau möglich sei.
Eine weitere Problemzone wegen dieser Grundstückskonstellation täte sich Dipl. Ing. Desch zufolge auch bei der Oberflächenentwässerung auf. Ein angedachter Rückhalteteich am nördlichen Ende der Erschließungsstraße entlang der Schwaibacher Straße sei insoweit nicht machbar. Die Alternativlösung sei ein Stauraumkanal in der neuen Strasse, der von Josef Altmannshofer allerdings als problematisch befunden wurde. Desch stimmte ihm hier zu. Diese Variante sei sicher nicht ideal, aber man habe grundstücksbedingt keine andere Wahl.
Von Josef Hasmann wurde die Erhebung von Anliegerbeiträgen für das nicht bebaubare Grundstück angesprochen Geschäftsleiter Schmied erläuterte dazu die Materie, deren Umsetzung nicht ganz einfach, jedoch machbar sei. Darauf sollte man den Grundeigentümer aufmerksam machen, um evtl. auf diesem Weg das benötigte Bauland zu erhalten, so Hermann Ertl.
 
Für den, einstimmig ergangenen, Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplanes ging der Marktgemeinderat aber von den aktuellen Gegebenheiten aus. Sieben Parzellen, in Größen von 480 bis 590 Quadratmetern, sind im Planentwurf vorgesehen. In diesem fehlten nach Ansicht von Dr. Rudolf Schwetlik die Möglichkeit Mehrfamilienhäuser zu errichten. Für diese Bauweise bestehe seiner Meinung nach als Folge der Hochwasserkatastrophe größerer Bedarf.
Dem sei indes nicht so, entgegnete Geschäftsleiter Siegfried Schmied. Die schon erfolgten fixen Nachfragen im Rathaus nach Einzelhäusern seien doppelt so hoch als man Bauparzellen veräußern könne. In Konsequenz daraus habe das Planungsbüro nur Einzelhäuser mit max. zwei Wohneinheiten in den Bebauungsplan eingearbeitet.
  • er
 Bildtext:   
Ein neues Wohnbaugebiet mit vorerst sieben Parzellen entsteht in Anzenkirchen – An der Schwaibacher Straße/Süd, angrenzend an die Häuserreihe an der Numberger Straße (rechts im Bild).
Foto: Reiter