Projektliste ebnet Weg für Maßnahmenpaket
 
Triftern. Seit 2002 plant der Marktgemeinderat die Investitionsmaßnahmen des Marktes und der Gemeindewerke (GWT) für den Haushaltsplan nicht nur von Jahr zu Jahr sondern für längere Zeiträume. Möglich macht dies die Projektliste <Orientierung 2002.plus>, die in der jüngsten Sitzung genehmigt wurde.
Die aktuell 16. Fortschreibung  des gemeindlichen Vorhabenskatalogs für den Zeitraum 2018 bis 2029 sei hinsichtlich der zu erwartenden finanziellen Engpässe speziell durch die Kosten des geplanten Hochwasserschutzes am Altbach von großer Bedeutung, sagte dazu Kämmerer Egon Harböck. Diese treffe insbesondere auf die Phase 2018-2021 zu, die beiden nächsten Dringlichkeitsstufen. Aus diesem Grunde seien Maßnahmen der beiden folgenden Zeitstufen 2022–2029 in der Liste nur noch als „Zukunftswünsche“ bezeichnet
worden.
Nachdem <Orientierung 2002.plus> in seinem Teil I vorrangig den Weg ebnet zur Aufnahme von Investitionsmaßnahmen in den Vermögenshaushalt bzw. den Wirtschaftsplan der GWT des laufenden Jahres, dient Teil II zur Einplanung bekannter Projekte in den Finanzplan 2017–2021. Insgesamt 91 Maßnahmen enthält die Liste für diesen Zeitraum, davon 70  für den Markt und 21 für die GWT. Beim Markt werden sich nach heutigen Schätzungen Kosten von 10,11 Mio Euro summieren, wobei nach Abzug der zu erwartenden Einnahmen, insbesondere aus staatlichen Zuwendungen, ein Gemeindeanteil von 4,81 Mio Euro verbleiben würde. Bei den Gemeindewerken stehen die vorgesehenen Maßnahmen mit insgesamt 2,57 Mio Euro zu Buche, wobei der Eigenanteil voraussichtlich 1,53 Mio. Euro betragen wird. Einschließlich der beiden weiteren Dringlichkeitsstufen 2022–2029 ergeben sich für Markt und GWT zusammengerechnet Gesamtkosten von 27,30 Mio Euro, wobei diese selbst 17,69 Mio Euro aufbringen müssen.
Die Projektliste wurde in der vom Kämmerer vorgelegten Fassung ohne Änderungen bei der Gegenstimme von Helmut Weidacher beschlossen. Ihm fehlten die, seines Wissens nach, heuer zu erwartenden Sportheimbauten des TSV Triftern und des TSV Anzenkirchen mit der Kostenbeteiligung des Marktes.
 
Egon Harböck erklärte die fehlende Aufnahme in die Projektliste damit, dass zu beiden Vorhaben „die Zahlen nicht klar seien“. Insoweit wäre jeder Betrag, der hier angesetzt würde falsch. Weidacher entgegnete dazu, dass dies seiner Ansicht nach bei 80 Prozent der vorgetragenen Maßnahmen der Fall sei. Wenn die Mehrheit im Gremium dies anders sehe, „dann ist es eben so“. Vom Kämmerer wurde zu den beiden Sportheimbauten noch ergänzt, dass diese noch jederzeit in den Haushaltsplan 2018 aufgenommen werden könnten, wenn die Vorhaben in der nächsten Sitzung (20. März) auf der Tagesordnung stünden und vom Marktgemeinderat eine gemeindliche Kostenbeteiligung beschlossen werde.
- er