Bürgerversammlungen:
Czech: Den Markt zukunftsorientiert weiterentwickeln

Von Edwin Reiter
 
Triftern. Auf dem bisher Erreichten gut weitermachen und den Markt weiterentwickeln – diese Zielsetzung gab Bürgermeister Walter Czech bei den Bürgerversammlungen aus.
Mit viel Weitsicht und konstruktivem Miteinander im Marktgemeinderat sei dies zu schaffen, wobei  im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten weiterhin zukunftsorientiert investiert werden soll.
Neben der Rückschau auf das vergangene Haushaltsjahr, über die gesondert berichtet wurde, richtete der Bürgermeister auch den Blick nach vorne. Unter der Überschrift „Pro-jektabwicklung 2017 und Folgejahre“ führte er die mittelfristig voraussichtlich zum Tragen kommenden Maßnahmen an, die mittlerweile schon auf der Agenda des Marktgemeinderates stehen würden. Baulandausweisung, Breitbandausbau und Hochwasserschutz waren hier seine Schwerpunktthemen.
Zu letzterem Punkt machte Czech nur kurze Ausführungen Aktueller Stand sei, dass das Wasserwirtschaftsamt Deggendorf den Vorentwurf für die im Gemeindegebiet am Altbach geplanten Maßnahmen abgeschlossen habe. Nun werde dieser von der Regierung von Niederbayern geprüft. Im Gange sei auch die Vorbereitung der - europaweit erforderlichen – Ausschreibung der Planungsleistungen. Diesem maßgeblichen Schritt, mit Kosten von ca. drei Millionen Euro, von denen der Markt 35 % tragen müsse, habe der Marktgemeinderat im Oktober vergangenen Jahres zugestimmt.
Mit dieser Planung würden die Schutzmaßnahmen auf das gesamte Gemeindegebiet und dabei in Sonderheit  auf die Orte Triftern, Lengsham, Loderham und Anzenkirchen ausgedehnt. Aber allen müsse dem Bürgermeister zufolge klar sein, dass ein Katastrophenereignis wie 2016 nie beherrschbar sein werde. Dazu fügte er einen Appell an die Bevölkerung an: Ohne deren Mitarbeit und Bereitschaft könne man die Maßnahmen, die Schutz vor einem 100-jährlichen Hochwasser bieten würden, nicht zuwege bringen.
 
Der Bürgermeister kam dann auf das Thema Breitbandausbau zu sprechen. Hier sei der Markt mit der Erschließung von Anzenkirchen, Lengsham und Neukirchen im Zeitraum 2012 - 2014 bereits frühzeitig eingestiegen. Mittlerweile sei das 1. Auswahlverfahren  bereits vollständig abgeschlossen und die technische Umsetzung 2017 fertiggestellt worden. In den meisten größeren Ortes des Marktes könnten Anschlüsse mit bis zu 50 Megabit gebucht werden. Auch das 2. Auswahlverfahren sei schon in Vorbereitung, wobei der komplette südöstliche Teil des Gemeindegebietes voraussichtlich bis Ende 2019 erschlossen werde, so Czech.
Er unterstrich die Wertigkeit des Breitbandausbaues, in dem heuer vom Markt 270.000 Euro eingeplant seien auch dahingehend, dass dieser weiterhin forciert werde. Die Aufnahme in das Höfebonus-Programm mache deutlich, dass es das „schnelle Internet“ in naher Zukunft  nahezu gemeindeweit geben werde.
Priorität habe aber auch unverändert die Ausweisung von Bauland führte der Bürgermeister weiter aus. So sei man im Rathaus bemüht, in allen größeren Orten bezahlbare Baugrundstücke zu erschließen. In Neukirchen würde in Kürze mit der Baureifmachung von sieben Parzellen begonnen. Für ebenso viele laufe in Anzenkirchen gegenwärtig das
Bauleitplanverfahren. Ein solches sei auch im Bereich Triftern eingeleitet, wo abzweigend von der Adalbert-Stifter-Straße 15 Parzellen ausgewiesen werden sollen. Schließlich werde heuer zwischen Furth und Nuppling ein Gewerbegebiet erschlossen, auf dem zwei durch das Hochwasser 2016 geschädigte Betriebe angesiedelt würden.
Neben diesen Schwerpunkt-Sektoren listete Walter Czech den Zuhörern noch weitere Maßnahmen auf, die ab diesem Jahr umgesetzt werden sollen. Hierzu gehöre der Abschluss des Straßenbaus Irlham–Reslberg, der Neubau der Brücke über den Haselbach bei der Freizeitanlage, der Treppenabgang am Pausenplatz der Lenberger-Volksschule, die Beseitigung von Hochwasserschäden an Ortsstraßen in Triftern und an Gewässern III. Ordnung, sowie der Ausbau der Wasserversorgung in den Ortsbereichen Ruhmannsaigen und in Geretsham.