Bürgerversammlungen
Nicht allzu viele Wortmeldungen

 
Triftern. Nur zu rund 20 Redebeiträgen musste Bürgermeister Walter Czech bei den drei Bürgerversammlungen nach seinem, etwa eine 3/4 Stunde dauernden, vorausgehenden Rechenschaftsbericht Stellung nehmen.
Selbst ein vermeintliches, weite Teile der Bevölkerung berührendes Schwerpunktthema wie die Hochwasserschutzmaßnahmen am Altbach, kam nur ein halbes Dutzend Mal aufs Tapet. Zu den diesbezüglich gestellten Fragen in Anzenkirchen und Triftern, beispielsweise wegen der Einhausung des Baches mit Mauern konnte Czech ohnehin keine konkreten Antworten geben. Solange nicht die endgültigen Planungen des Wasserwirtschaftsamtes Deggendorf auf dem Tisch lägen, sei jede Aussage verfrüht, erklärte er.
Gernot Richter-Pöhlmann forderte in Triftern die Gemeinde auf, alles daran zu setzen, dass Schutzmaßnahmen baldmöglichst umgesetzt  werden sollten. Es habe ihn in Panik versetzt, als er der in der PNP veröffentlichten Jahresschlussansprache des Bürgermeisters entnommen habe, dass die bauliche Realisierung erst in einem Jahrzehnt erfolgen werde. Dies müsse von den traumatisierten Hochwassergeschädigten auch noch verarbeitet werden: „Ich selber habe psychische Probleme“ sagte der Altbachanwohner.
Walter Czech antwortete darauf, dass der Markt in Sachen Maßnahmenrealisierung alles unternehmen werde. Bei seiner zitierten Aussage habe er sich an der vom Wasserwirtschaftsamt vorgegeben Zeitschiene orientiert. Das Projekt werde den Marktgemeinderat intensiv beschäftigen, zumal der Markt auch einen Kostenanteil von sieben Millionen Euro aufbringen müsse.
In Anzenkirchen brachte Walter Bachmaier die geplante B-388-Ortumgehung von Brom-bach zur Sprache, die nach heutigem Stand weitgehend im Gemeindebereich Anzenkirchen verlaufen soll. Der Bürgermeister führte dazu aus, dass die endgültige Planung seines Wissens erst in 2020/21 ablaufen werde: „Der Markt Triftern wird aktiv sein, wenn dies erforderlich sein sollte“.
 
Die Schließung der VR-Bank-Filiale in Neukirchen war bei der dortigen Versammlung ein Thema. Marktgemeinderat Alfons Steiner berichtete dazu über die Unterschriftensammlung (311) die dem Vorstand vorgelegt worden seien. Man solle sich aber keine großen Hoffnungen mehr machen: „Die Schließung ist wegen der zu niedrigen Kundenzahlen fix“.
Ähnlich gering seien die Chancen, so Steiner, auch für die Aufstellung eines „Service-Würfels“.
Zu der Versammlung in der Lenberger-Volksschule in Triftern waren die meisten Besucher (65) gekommen, rund 60 waren es im Pfarrzentrum Anzenkirchen und 35 im Gemeindeteil Neukirchen im Gasthaus Fraundorfer in Geretsham. Darunter waren jeweils auch zumeist über ein Dutzend Mitglieder des Marktgemeinderates sowie Mitarbeiter der Rathausverwaltung.
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