Bauarbeiten an Gebäuden der Pfarrei Triftern voll im Gange
Von Edwin Reiter
 
Triftern. Gleich mit vier Baumaßnahmen mit Gesamtkosten von über 2,1 Mio Euro ist die Pfarrei gegenwärtig beschäftigt. In der Endphase befindet sich bereits der Umbau des Pfarrheims „St. Stephan“, bis Ende dieses Jahres sollen die Sanierungsarbeiten in der Filialkirche Lengsham und der Fischerkapelle Triftern abgeschlossen werden. Für die neue Sommerhalle am Pfarrheim-Gelände ist die Fertigstellung für die zweite Jahreshälfte geplant.
Um die Abwicklung dieses Projekts, ebenso um die Fischerkapelle und den PfarrheimUmbau, kümmert sich Uli Walz, der von der Kirchenverwaltung mit dieser Aufgabe betraut worden ist. Bei einem Ortstermin äußert er sich durchwegs zufrieden über dem Fortschritt der Bauarbeiten. In finanzieller Sicht ist er zuversichtlich, dass dieses voluminöse Maßnahmenpaket von der Pfarrei geschultert werden kann. Auf die jeweiligen Kostenberechnungen bezogen müsse diese insgesamt mindestens 325.000,00 Euro stemmen.
Nahezu 300.000,00 Euro fallen dabei, trotz einer 80%- Bezuschussung durch die Diözese Passau, als Eigenleistung für das neue Pfarrheim an. Dieses ist schon teilweise bezugsfertig geworden, wie der optimal gestaltete Pfarrsaal, der mit dem Neujahrsempfang seine Premiereveranstaltung hatte. Aktuell ist der großzügige Mutter-Kind-Bereich im Stadium der Fertigstellung. Nach Einschätzung von Uli Walz werden die wesentlichen Arbeiten der  im September 2016 begonnenen Umbaumaßnahme Ende April abgeschlossen sein: „Schließlich ist die Einweihungsfeier schon für 10. Juni mit dem Pfarrfest terminiert“.
Nicht ganz fertig sein werde dem Baukoordinator zufolge bis zu diesem Zeitpunkt der im Garten des Pfarrheims gelegene Neubau der Sommerhalle, früher auch als Sommerhäusl bezeichnet. Das unmittelbar an der Hofgasse befindliche Gebäude wurde von den Altbachfluten vom 1. Juni 2016 erheblich beschädigt. Eine Sanierung war hier kein Thema mehr. Es wurde im Februar abgebrochen, Mitte März wurde mit den Rohbauarbeiten begonnen. Der eingeschossige Massivbau, der hier errichtet wird, soll vorwiegend als Lagerraum für das Pfarrheim dienen. Die Gesamtkosten sind mit 113.000,00 Euro veranschlagt.
Mit 124.000,00 Euro sind die Aufwendungen für die Sanierung der Fischerkapelle am Inneren Gries kalkuliert. Bei den nach Ostern beginnenden Arbeiten geht es nicht nur um die Beseitigung der beträchtlichen Hochwasserschäden, wie die Erneuerung des an einigen Stellen unterspülten Fundaments. Auch das Dach des über 200 Jahre alten Gebäudes müsse erneuert werden, ebenso die Blitzschutzanlage, so Uli Walz.
Die im September begonnene Sanierung der Filialkirche Lengsham könne seiner Beurteilung nach bis Ende des Jahres nur dann abgeschlossen werde, wenn nichts Unvorhergesehenes eintrete. Hier seien die Hochwasserschäden immens. Fundamente, Mauerwerk und Inneneinrichtung, insbesondere der Altarbereich, seien betroffen. Zusätzlich  würden die Grundleitungen erneuert, das Fundament abgedichtet, eine automatisch gesteuerte Fensterlüftung eingebaut und Defekte an der Turmuhr behoben. Es sei nach den Worten des Baukoordinators nicht verwunderlich, dass sich hier Ausgaben von 315.000 Euro summieren würden.
Auf 552.000,00 Euro belaufen sich insgesamt die Kosten für die drei vom Hochwasser betroffenen Objekte Kirche Lengsham, Fischerkapelle und Sommerhalle. Die ursächlichen Aufwendungen in Höhe von 415.700,00 Euro werden zu 100 Prozent aus dem Infrastruktur-Programm des Freistaates Bayern bezuschusst. 109.040,00 Euro steuert die Diözese Passau bei. In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates kam auch noch ein Zuschuss des Marktes von maximal 2.726,00 Euro hinzu. Wenn die vorerwähnte Gesamtkostenkalkulation auch die Abrechnungssumme ist, wird für die Pfarrei ein Eigenanteil von rund 25.000,00 Euro verbleiben.
Zusammen mit dem Pfarrheim-Anteil von fast 300.000,00 Euro ist die Pfarrei also finanziell enorm gefordert. Pfarrer Dr. Waldemar Hadulla und Kirchenpfleger Markus Mayer appellieren deshalb an die Pfarrangehörigen um weitere Unterstützung. Sie würden damit einen wertvollen Beitrag zur Erneuerung der vier Gebäude leisten, die kulturell und gesellschaftlich für das Leben in der Gemeinde von großer Bedeutung seien.
 
Bildtext:
1.-   Begonnen haben schon die Arbeiten für den Neubau der Sommerhalle im Garten des neuen Pfarrheims (im Bildhintergrund Mitte). Mit der Fertigstellung rechnet der Baukoordinator der Pfarrei, Dipl. Ing. Uli Walz, in der zweiten Jahreshälfte.
2.-    So sah das vom Hochwasser stark beschädigte und schon in die Jahre gekommene Gebäude (auch „das Sommerhäusl“) vor dem Abbruch im Februar dieses Jahres aus.
Fotos: Reiter