Jahresrechnung 2017 des Marktes: Rekordergebnis von über 14 Mio. Euro
 
Triftern. Die Beseitigung der Infrastrukturschäden durch das Hochwasser vom 1. Juni 2016 mit Aufwendungen von über 1,2 Mio. Euro beeinflusste die Haushaltswirtschaft des Marktes in 2017 erheblich. Dies zeigte die dem Marktgemeinderat vorgelegte Jahresrechnung auf, aus der hervorging, dass mit dem Gesamthaushalt-Ergebnis von 14,180 Mio. Euro eine neue Höchstmarke erreicht wurde. Insgesamt konnte der Etat „sehr erfolgreich abgeschlossen werden“, so Kämmerer Egon Harböck in der Sitzung.
In der von ihm erläuterten Finanz-Bilanz 2017 führte er zu den  Hochwasserschäden an, dass zur Kostentragung die Unterstützung des  Freistaates Bayern unumgänglich gewesen sei. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten seien die zugesicherten Zuwendungen auch parallel zu den entstandenen Baukosten ausgereicht worden. Mit den Folgen der Flutkatastrophe zusammenhängend sei die Nachfrage nach Bauland für Privat und Gewerbe sprunghaft angestiegen. Für über 650.000 Euro seien in Triftern, Anzenkirchen und Neukirchen Grundstückskäufe getätigt worden.
Mehr als 2,650 Mio. Euro habe der Markt in 2017, Harböck zufolge, für Investitionen ausgegeben, u.a. über 500.000 Euro für Straßen- und Brückenbauten und knapp 280.000 Euro für die Breitbanderschließung. Das Maßnahmenpaket habe erfreulicherweise ohne Kreditaufnahme finanziert werden können. Es zeuge dies von der soliden Finanzkraft des Marktes, die nicht zuletzt durch steigende Steuereinnahmen bewirkt werde. Positive Folgen seien insoweit der Rückgang der Schulden nach der erfolgten Tilgungsleistung von 187.000 Euro auf 2,565 Mio. Euro zum 31.12.2017. Hinzu komme eine Stärkung der Rücklagen, die mit nahezu 2,360 Mio. Euro einen passablen Stand erreicht hätten, so der Kämmerer.
Der Verwaltungshaushalt sei nach seinen weiteren Darlegungen mit 9,990 Mio. Euro abgerechnet worden. Bei den Einnahmen seien die Gewerbesteuer (mit 1,528 Mio. Euro), die Einkommensteuerbeteiligung (2,493 Mio. Euro) und die Schlüsselzuweisung (1,600 Mio. Euro) die markantesten Zahlen. Im Ausgabenbereich hätten vor allem die Kreisumlage (2,143 Mio. Euro), die Personalkosten (1,997 Mio. Euro)  sowie der Sach- und Betriebsaufwand (2,127 Mio. Euro) kräftig zu Buche gestanden.
Ein ungewöhnliches Ergebnis sei Egon Harböck zufolge beim Zuführungsbetrag zum Vermögenshaushalt eingetreten. Gegenüber dem Haushaltsansatz 2017 von 1,578 Mio. Euro habe sich ein Abrechnungsergebnis von 2,480 Mio. Euro eingestellt. Weil sich in 2016, bedingt durch die Hochwasserereignis-Finanzierungen nur ein Überführungsbetrag von 35.000 Euro ergeben hatte, habe der dadurch entstandene Fehlbetrag wieder ausgeglichen werden können. „Der Zuführungsbetrag von fast 2,5 Mio. Euro ist daher für die Folgejahre nicht repräsentativ“ stellte der Kämmerer abschließend klar.
Weil seine Ausführungen zur Jahresrechnung von den Mitgliedern des Marktgemeinderates kommentarlos zur Kenntnis genommen wurden, konnte Bürgermeister Walter Czech gleich den Anerkennungsbeschluss herbeiführen. Dieser erging einstimmig, verbunden mit dem Zusatz, dass die Feststellung der Jahresrechnung 2017 nach Durchführung der örtlichen Rechnungsprüfung erfolgen wird.
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