Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Furth unter Dach und Fach
 
Triftern. Die Ausweisung des Gewerbegebietes Triftern-Furth hat ihren formellen Vorlauf hinter sich. Der im Oktober vergangenen  Jahres vom Marktgemeinderat aufgestellte Bebauungsplan konnte nun als Satzung beschlossen werden.
Bis es zu dieser (ohne Gegenstimmen erfolgten) Abstimmung kam, musste sich das Gremium noch mit den im vorangegangenen Auslegungsverfahren von Fachbehörden abgegebenen Stellungnahmen beschäftigen. 21, teilweise recht umfängliche, Äußerungen waren im Rathaus eingegangen. „Das ist eine gewaltige bürokratische Nummer“ befand Bürgermeister Walter Czech die 12-seitige Sitzungsvorlage. Von dem mit der Bebauungsplanerstellung beauftragten Büro ING, Traunreut, waren hierin die Antworten zu den einzelnen Stellungnahmen gegeben worden. Diese wurden vom Planer nicht als Einwendungen sondern lediglich als Hinweise bewertet. Allesamt wurden nach Verlesen durch Geschäftsleiter Siegfried Schmied mit einstimmigen Beschlüssen zum Standpunkt des Marktes abgesegnet.
Am intensivsten hatte sich, wie schon im Anhörungsverfahren zur Bebauungsplanaufstellung, wieder die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes mit dem Bauleitplan befasst. Zu acht fachspezifischen Themenbereichen hatte sie Stellung bezogen. Wegen der nach ihrer Ansicht „unterschiedlichen Einstufung des Planungsgebietes“ hat sie „zur möglichst objektiven Beurteilung“ primär vorhandene Programme und Fachunterlagen herangezogen. Hiervon ausgehend wurden Aussagen des Regionalplanes, des Landschaftsentwicklungskonzeptes, sowie der Artenschutz- und der Flachlandbiotopkartierung herangezogen. Die darauf basierenden Bewertungen der Unteren Naturschutz-behörde wurden in der Beschlussfassung vom Marktgemeinderat durchwegs als „nicht nachvollziehbar“ eingestuft. Sie werden insoweit auch nicht in den Bebauungsplan eingearbeitet.
 
Danach war über sieben vom Staatlichen Bauamt Passau angesprochene Punkte zu befinden. U.a. ging es um planerische und textliche Festsetzungen bezüglich der neu zu erstellenden Zufahrtsstraße, dem sich daraus ergebenden Sichtdreieck und um die Gestaltung von Werbeanlagen. Allen vom Bauamt zur Anpassung oder Änderung vorgebrachten Hinweisen wird man im Bebauungsplan Rechnung tragen, so die jeweiligen Beschlüsse des Marktgemeinderates.
Dieser hatte damit schon die „dicksten Brocken“ der Abstimmungsprozedur hinter sich gebracht .Die restlichen vorliegenden Stellungnahmen des Kreisbauamtes und des Sachgebietes Technischer Umweltschutz beim Landratsamt, des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Pfarrkirchen, sowie der Telekom und der Energienetze Bayern wurden nur „zur Kenntnis genommen“.
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