Marktgemeinderat: Kein Sturzflut-Risikomanagement mit Tann
 
Triftern. Der Markt beteiligt sich nicht an der Erstellung eines gemeinsamen Sturzflut-Risikomanagement-Konzeptes für den Bernatzederbach mit der Nachbargemeinde Tann.
Im Rahmen eines entsprechenden Programmes des Bayer. Umweltministeriums werden die Ingenieurleistungen für die Planung von Schutzeinrichtungen zur Vermeidung von akuten Hochwasserereignissen mit 75 % der Kosten gefördert.
Der Marktgemeinderat lehnte bei den Gegenstimmen von Josef Altmannshofer und Dr. Rudolf Schwetlik das an ihn vom Markt Tann herangetragene Ersuchen einer interkommunalen Zusammenarbeit ab. Geschäftsleiter Siegfried Schmied hatte in der Sitzung nähere Ausführungen zu der durch die staatliche Finanzhilfe möglichen Erstellung eines gemeindeübergreifenden Konzeptes zur Reduktion der negativen Auswirkungen von Wassergefahren an Gewässern III. Ordnung gemacht.
Im Falle des Bernatzederbaches, der teilweise entlang der Gemeindegrenze Tann/Triftern verlaufe, könnte eine solche integrale Lösung umgesetzt werden. Weil aber Orte des Marktes Triftern nicht am Bachlauf liegen würden, sei, nach Meinung von Schmied, eine Beteiligung an den vom Markt Tann vorgesehenen Planungsleistungen nicht erforderlich.
Bürgermeister Walter Czech tendierte in die gleiche Richtung, signalisierte aber der Nachbargemeinde Zusammenarbeit: „Wenn Tann auf unserem Gemeindegebiet etwas machen will, dann Ja“.
In einem anderen Gemeindegebiet, nämlich in Wittibreut, könnte sich Hermann Ertl für den Altbach, der dort Gewässer III ist, das Sturzflut-Risikomanangement-Konzept vorstellen. Mit seiner Wortmeldung fand er allerdings im Gremium keine Befürworter. Bürgermeister Czech hielt von diesem Vorschlag nichts: „Wir setzen auf die große Lösung am Altbach im Bereich Gewässer II. Ordnung. Mit kleineren Planungen verzetteln wir uns nur“. Ge-schäftsleiter Schmid ergänzte dieses Statement mit dem Standpunkt des Wasserwirtschaftsamtes Deggendorf.
 
Demzufolge würden bauliche Maßnahmen, wie Rückhalteeinrichtungen, im Oberlauf des Altbaches für den Hochwasserschutz im Bereich Triftern/Anzenkirchen überhaupt nichts bringen. Adolf Stapfer unterstrich diese Auffassung der Fachstelle und fügte an: „Wir sollen beim beschlossenen Projekt bleiben und kein neues Fass aufmachen“
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