Keine Auswirkungen durch Verstärkung 110 kV-Stromleitung Simbach-Pfarrkirchen
 
Triftern. 14 Masten befinden sich im Gemeindeteil Neukirchen im Bereich zwischen den Orten Weingold, Elsling, Grub und Immelsham  im Zuge der Trasse der 110 kV-Hochspannungsfreileitung Simbach/Inn – Pfarrkirchen. Durch die jetzt von der Bayernwerk Netz GmbH, Bamberg, geplanten Leitungsverstärkungen werden keine Belange des Marktes betroffen.
So die einstimmige Beschlussfassung des Marktgemeinderates zu den vom Maßnahmeträger vorgelegten Planungsunterlagen. Wie Geschäftsleiter Siegfried Schmied hierüber in der Sitzung informierte sei auf der gesamten Strecke die Ertüchtigung von insgesamt 48 Masten durch Verstärkung der Mastgestänge und Fundamente vorgesehen. Grund  dafür sei die Erhöhung des Zuverlässigkeitsniveaus im Hinblick auf Eislastertüchtigung und Windlastzonenänderung.
Vier der 14 im Gemeindegebiet stehenden Masten - allesamt überwiegend auf landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen - würden Schmied zufolge um vier Meter bis 8,50 Meter erhöht. Biotope, bzw. bedeutsame Lebensräume und Artvorkommen würden von den Ertüchtigungsmaßnahmen nicht berührt. Es seien demnach keine sensiblen Bereiche betroffen. Auch werde, wie der Planung zu entnehmen sei, im Gemeindegebiet kein kompletter Mastaustausch vorgenommen.
3. Bürgermeister Andreas Resch sorgte sich, dass die betroffenen Landwirte von dem Bayernwerk-Vorhaben nichts wüssten, dafür aber aus der Presse  eine Zustimmungsent-scheidung des Marktgemeinderates entnommen werden könne. Geschäftsleiter Schmied war hier anderer Auffassung. Er sei sicher, dass sich das Bayernwerk mit Landwirten, auf deren Grundstücken Masten stünden, in jedem Falle in Verbindung setzen werde. Dies deswegen, weil hier ein Rechtsverhältnis durch Eintragung einer Grunddienstbarkeit für den Mastenstandort bestehe.
„Bleibt es bei der 110 kV Leitung?“ fragte Josef Hasmann. Wenn nämlich auf Umwegen die Leitungsstärke auf 220 kV erhöht würde, könne er dem jetzigen Vorhaben nicht zustimmen.
Bürgermeister Walter Czech meinte dazu, dass eine Erhöhung der Leitungsstärke in jedem Falle bekanntgegeben werden müsse. „Im Übrigen gehen wir davon aus, dass das Bayernwerk mit offenen Karten spielt“.
- er