Zusätzlicher Personalaufwand am Kindergarten St. Stephan
 
Triftern. Voraussichtlich sieben Kinder mit erhöhtem Förderbedarf besuchen in 2018/19 die Kindertagesstätte St. Stephan in Triftern, die in der Trägerschaft der Kath. Pfarrkirchenstiftung steht. Deren Antrag zur Mitfinanzierung einer zusätzlich notwendig werdenden pädagogischen Fachkraft wurde jetzt vom Marktgemeinderat einstimmig beschlossen.
Der Sachverhalt dazu wurde in der Sitzung von Geschäftsleiter Siegfried Schmied erläutert. Hiernach müssten, um die vorerwähnten Kinder in einer Gruppe auch entsprechend fördern und integrieren zu können, die Gruppengrößen entsprechend angepasst werden. Auf Grund der Auslastung des Kindergartens sei dies jedoch nicht möglich. Das Jugendamt halte deshalb zusätzlichen Personalaufwand für zwingend erforderlich, um einen ordnungsgemäßen Betrieb zu gewährleisten. Eine gesetzliche Verpflichtung bzw. eine vorgeschriebene Wochenarbeitszeit gebe es jedoch nicht.
Schmied zufolge orientiere man sich hier an den Empfehlungen des Bayerischen Gemeindetages. Die für die zusätzliche Kraft auf den Markt anteilig entfallenden Kosten von knapp 21.000 Euro würden auch getrennt verrechnet und spiegelten insoweit auch nicht den Anstellungsschlüssel wieder. Sie würden jedoch in den bestehenden Defizitvertrag zwischen Pfarrkirchenstiftung und Markt einfließen. Falls ein Defizit ausgewiesen würde entfiele auf die Gemeinde anstatt des generellen Anteils von 40 Prozent ein solcher von 52 Prozent, was eine Mehrung von etwas mehr als 6.000 Euro ausmachen würde. Ob die Defizitregelung Anwendung finde könne man derzeit nicht sagen. Auf Grund der guten Auslastung des Kindergartens sei dies aktuell nicht immer der Fall, so Schmied.
Warum die zusätzliche Fachkraft nicht in den Anstellungsschlüssel eingerechnet werde kritisierte 2. Bürgermeister Karl Altmann. Er könne dafür kein Verständnis aufbringen. Kämmerer Egon Harböck entgegnete darauf, dass dies aus Sicht des Marktes positiv sei. Die gemeinsame Verrechnung des hinzukommenden Personalaufwandes würde sich nachteilig auswirken. Bürgermeister Walter Czech plädierte grundsätzlich für die zusätzliche Kraft, auch wenn dies für den Markt mit Mehrkosten verbunden sei: „Dies ist eine Aufwertung für den Kindergarten, die wir mittragen müssen“.            
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