Ökokontofläche in Anzenkirchen wird nun angelegt

Triftern. Ende 2016 hat der Marktgemeinderat den Bebauungsplan für die Ökokontofläche
Anzenkirchen-Auwiese beschlossen. Es handelt sich dabei um ein bislang landwirtschaftlich genutztes Grundstück nördlich des Ortes im Bereich Quant, das vom Markt als ökologische Ausgleichsfläche für künftige Baulandausweisungen erworben wurde. Dort können jetzt die naturschutzfachlich vorgegebenen Maßnahmen umgesetzt werden.
Ausgeführt werden die Erdarbeiten von der Firma Kelberger aus Hebertsfelden, die vom Marktgemeinderat in der jüngsten Sitzung den Auftrag für diese Arbeiten erhielt. Mit 15.039 Euro hatte diese das günstigste Angebot unter vier Bietern bei einer beschränkten Ausschreibung abgegeben. Geschäftsleiter Siegfried Schmied teilte dazu mit, dass die Prüfung des Leistungsverzeichnisses angemessene und vor allem auch keine spekulativen Preise ergeben habe. Die Vergabesumme sei nahezu identisch mit der Kostenschätzung von Landschaftsarchitektin Ursula Klose-Dichtl.
Alfons Steiner wollte wissen, welche Arbeiten hier beauftragt würden. Schmied zufolge wäre der Schwerpunkt der Humusabtrag von der vorhandenen Wiese zur Neugestaltung des 12.270 Quadratmeter großen Areals. Dabei würden auch Grabungsböschungen abgeflacht und drei Laichgewässer erstellt. Nach dem festgelegten Fertigstellungszeitpunkt Mitte des nächsten Jahres, würden sich dann noch die Pflanzarbeiten anschließen. Im Planungskonzept sei hier vorgesehen, hinsichtlich des Artenschutzes über 500 autochthone Kräuter zu pflanzen.
Danach, so der Geschäftsleiter weiter, würde die Auwiese in Anzenkirchen im Rahmen des Projektes „Bäche-Böden-Biodiversität“ im Landkreis für Maßnahmen der ökologischen Wertigkeit zur Verfügung stehen. Die voraussichtlichen Gesamtkosten von 21.000 Euro würden über die Erschließungsbeiträge bei anstehenden Baulandausweisungen refinanziert.
Ähnlich gelagert war dann ein weiterer Tagesordnungspunkt der Sitzung, bei dem es um
die Anlegung einer Ausgleichsfläche für die Straßenbaumaßnahme Irlham-Reslberg im Gemeindeteil Neukirchen ging.
Entstehen wird diese in der Nähe der ehemaligen Haselbachermühle (Gemeindeteil Lengsham). Die Erdarbeiten wurden auch hier vom Marktgemeinderat der Firma Kelberger übertragen, die mit 3.800 Euro günstigster Bieter war. Neun Firmen waren in der beschränkten Ausschreibung vom Markt zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert worden. Nur noch ein zweites war im Rathaus eingegangen, dessen Endsumme mit 8.260 Euro um 216 Prozent höher lag.
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