Schul-Kunsttage im Haus der Künstler in der „Alten Post“ Triftern
 
Triftern.  Das Mitte Juli im Rahmen einer großen Vernissage eröffnete Haus der Trifterner Künstler in der „Alten Post“ bekommt in den letzten Schultagen vor den Sommerferien Besuch von allen elf Klassen der Lenberger Grund- und Mittelschule.
Schul-Kunsttage nennt sich dieser hierauf orientierte Projekt-Unterricht, den sich Konrektorin Renate Ammer, Malerin Michaela Surner und Bildhauer Bernd Stöcker haben einfallen lassen. „Man kann in diesen Räumen mit dieser breitgefächerten Angebotspalette von 13 Künstlern aus dem Gemeindebereich Triftern den Kindern zeigen, was in Sachen Kunst vor Ort möglich ist“, ist der Motivationsgedanke von Stöcker. Er ist der Initiator des im ehemaligen Gasthaus von ihm angedachten Skulpturenmuseums mit Wechselausstellungen, Kleinkunstbühne und Café.
Derzeit sind zwölf Räume in drei Geschossen für die noch bis zum 5. August laufende Ausstellung „Künstlerort Triftern im Rohbau“ mit Werken der verschiedensten Sparten bestückt. Bernd Stöcker nimmt sich viel Zeit, um die Schülerinnen und Schüler zu Beginn ihrer zwei Unterrichtsstunden durch das über 220 Jahre alte Gebäude zu führen. Dabei sollen sie sich das Werk aus der Kunstrichtung aussuchen, das am besten gefällt und anschließend zeichnerisch zu Papier bringen.
Die Klasse 4a von Renate Ammer hat den Anfang der Kunsttage gemacht. Zeichenutensilien sind bereits parat, dann können die Kinder wählen, ob sie ihr Werk mit Öl- oder Graphitkreide, mit Kohlstiften, Wasserfarben oder Tusche zu Papier bringen wollen. “Es soll damit die Freude am künstlerischen Tun geweckt werden“ verspricht sich die Konrektorin von dieser Aktion mit der man gewissermaßen Neuland betreten hat. Sie sieht aber in der zeichnerischen Betätigung nicht nur eine überaus sinnvolle Freizeitbeschäftigung, sondern vor allem auch eine Abwechslung zum digitalen Zeitvertreib.
Und schließlich erscheint Renate Ammer gewissermaßen als Quintessenz dieser Kunsttage der Lenberger-Volksschule dies besonders wichtig: „Es ist bemerkenswert, dass wir über ein Dutzend anerkannte Künstler im Gemeindegebiet haben. Diese und deren Schaffen sollen unsere Kinder kennenlernen“.
Die Initiative von Bernd Stöcker, Renate Ammer und Michaela Surner ist offenkundig auf fruchtbaren Boden gefallen. Es zeigte sich daran, wie sichtlich positiv beeindruckt die Schülerinnen und Schüler den Besuch im Haus der Künstler aufnahmen und mit welch spontaner Einstellung sie dann selbst ans (zeichnerische) Werk gingen.

Info:
Die Ausstellung “Künstlerort Triftern im Rohbau“ in der „Alten Post“ (Graf-Lenberger-Straße 13) ist noch geöffnet am Samstag und Sonntag 28./29. Juli sowie 4./5. August jeweils von 14 bis 18 Uhr.
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Bildtext:
Den Anfang bei den Kunsttagen der Lenberger Grund- und Mittelschule im „Haus der Künstler“ im ehemaligen Gasthaus „Alte Post“ machte die Klasse 4a von Konrektorin Renate Ammer(rechts). Neben ihr Bildhauer Bernd Stöcker, der Initiator des in diesem Gebäude angedachten Skulpturenmuseums.
Foto: Reiter