Bauleitplanung Anzenkirchen-Schwaibacher Straße/Süd abgeschlossen
 
Triftern. Die Ausweisung des Wohnbaugebietes in Anzenkirchen „An der Schwaibacher Straße/Süd“ hat ihren formellen Vorlauf hinter sich. Der im Januar vom Marktgemeinderat aufgestellte Bebauungsplan konnte nun als Satzung beschlossen werden.
Bis es zu dieser (ohne Gegenstimmen erfolgten) Abstimmung kam, musste sich das Gremium noch mit den im vorangegangenen Auslegungsverfahren abgegebenen Stellungnahmen beschäftigen. Ein Dutzend Äußerungen waren dazu im Rathaus eingegangen. Allesamt wurden nach Verlesen durch Geschäftsleiter Siegfried Schmied mit einstimmigen Beschlüssen zum Standpunkt des Marktes abgesegnet.
Weitgehend technische Hinweise waren von der Telekom, Bayernwerk Netz und Energienetze Bayern gekommen. Das Landratsamt Tiefbauverwaltung hatte auf den Abschluss einer Vereinbarung bezüglich der Einmündung der künftigen Erschließungsstraße in die Kreisstraße PAN 17 aufmerksam gemacht. Sichergestellt wird seitens des Marktes die Zufahrt zu angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen, worauf das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hingewiesen hatte.
Für das Vorbringen in der Stellungnahme des Wasserwirtschaftsamtes Deggendorf hinsichtlich der Beseitigung von Niederschlags- und Schmutzwasser gibt es dem Marktratsbeschluss zufolge bereits die Lösung. Das Schmutzwasser aus dem Baugebiet wird in einen neu zu erstellenden Schmutzwasserkanal geleitet, der in den Mischwasserkanal in der Schwaibacher Straße mündet. Das anfallende Niederschlagswasser wird in einem Stauraumkanal gesammelt und gedrosselt in den Mischwasserkanal geleitet.
Schließlich lag noch ein anwaltschaftliches Schreiben der Eigentümer eines in den Bebauungsplan einbezogenen Grundstücks vor. Demzufolge sei dies geschehen, obwohl von den Grundeigentümern erklärt worden sei, dass dieses Grundstück auf absehbare Zeit nicht für eine Bebauung vorgesehen sei. Im einstimmig gefassten Abwägungsbeschluss machte der Marktgemeinderat klar, dass eine sinnvolle Erschließung des Geländes nur möglich sei, wenn auch das in Rede stehende Grundstück vom Bauleitplan erfasst werde.
 
Weiters heißt es in dem Beschluss, dass die Eigentümer durch die Einbeziehung ihres Grundstücks keinen Nachteil hätten, da sich dessen Wert erheblich erhöhe. Auch die Tatsache, dass dann Erschließungs- und Herstellungsbeiträge zu zahlen seien, wäre zu vernachlässigen. Dies deswegen, weil sich bereits bei einem Verkauf einer Bauparzelle diese Kosten relativieren würden.
 
Info:
Der zwischenzeitlich in Kraft getretene Bebauungsplan liegt im Rathaus, Zimmer OG 02,
während der allgemeinen Dienststunden zur öffentlichen Einsichtnahme aus.
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