Gartenbauverein war im Wienerwald unterwegs
 
Triftern. Der Wienerwald, die idyllische waldreiche Region in Niederösterreich südlich von Wien, war das Ziel des dreitägigen Ausflugs des Gartenbauvereins (GBV). Wie in den Vorjahren war man auch bei der der mittlerweile 12. Mehrtagesfahrt wieder mit einem vollen Bus unterwegs.
Über das beständig große Interesse an den GBV-Touren freute sich 1. Vorsitzende Elisabeth Reiter bei der Begrüßung der Ausflügler besonders. Dies vor allem deswegen, weil ein großer Teil der Reiseteilnehmer mittlerweile schon „Stammkundschaft“ sei.
Die von der Vorsitzenden angekündigten drei erlebnisreichen Tage stellten sich auch in vielgestaltigem Maße ein. Letztlich war dies auch dadurch noch begünstigt, weil sich entgegen den vorhergesagten Regenfällen nahezu ideales Ausflugswetter einstellte. Reiseleiter Edwin Reiter hatte in seiner Programmzusammenstellung die Grundlage geschaffen mit einer Mischung aus gärtnerischen und kulturellen Zielen, wobei letztere zumeist mit der Geschichte der Habsburger-Monarchie in Verbindung standen.
Diese wurden von dem im Helenental unweit von Baden bei Wien gelegenen Quartier, dem Hotel Krainerhütte, erreicht. Bevor man dort am Anreisetag eintraf, hatte man schon die Seegrotte Hinterbrühl, mit Europas größtem unterirdischen See angesteuert. Die Bootsfahrt in dem stillgelegten Gipsbergwerk, 60 Meter unter der Erdoberfläche, war eine besondere Attraktion gleich zum Start. Von den Tiefen der Seegrotte ging es am Nachmittag in die Höhen des Naturparks Hohe Wand. Auf dem fast 1.100 Meter hohen Karstplateau konnten die Ausflügler auf einem acht Meter über die Felswand hinausstehenden „Skywalk“ eine spektakuläre Aussicht bis zum Wiener Alpenbogen genießen.
Jeder Ausstieg aus dem Bus auch an den folgenden zwei Tagen wurde mit Aufenthalten an Orten mit sehenswerten Besonderheiten belohnt. Dies war speziell bei der Tagestour durch das Kerngebiet des Wienerwaldes der Fall. Eine Anlage von Seltenheitswert erlebten die Gartler gleich am Anfang im Schaugarten Grub, der sich als „Cornwall in Niederösterreich“ einen Namen gemacht hat. Stift Heiligenkreuz und Mayerling, wo sich im dortigen Jagdschloss 1889 die Tragödie um Kronprinz Rudolf von Habsburg zugetragen hatte, lagen dann auf der Strecke nach Baden.
Die Kur- und Kaiserstadt wird auch als schönste Garten- und Blumenstadt Europas bezeichnet. Dass dieser Titel nicht von ungefähr kommt, machte der Besuch in dem über neun Hektar großen Rosarium sichtbar. Über 30.000 Rosenstöcke und mehr als 800 verschiedene Sorten, darunter auch die Rose „Bad Birnbach“, sind ein Highlight für Rosenliebhaber. Ein Höhepunkt anderer Art war dann auf der Weiterfahrt die Besichtigung des Schlossparks Laxenburg mit seinem Glanzstück, der Franzensburg. Die Anfang 1.800 errichtete dominante Wasserburg wurde mit einer Fähre und einer vorausgehenden Bummelzugfahrt erreicht.
Eine Zugfahrt anderer Art stand dann noch am Heimreisetag auf dem Programm. Eine halbe Stunde waren die GBV-ler mit der Semmering-Eisenbahn auf dem spektakulärsten Abschnitt von Payerbach bis Semmering unterwegs. Von der ab 1854 erbauten ersten Gebirgsbahn der Welt, einem UNESCO- Weltkulturerbe, ging es danach zu einem weiteren imposanten Bauwerk, der Basilika von Mariazell. Nach Österreichs bedeutenstem Wallfahrtsort gab es dann nur noch einen Besichtigungshalt. Der historische Hofgarten im Stift Seitenstetten war aus gärtnerischer Sicht gewissermaßen der krönende Abschluss des GBV-Ausflugs.
Als sich die Fahrt ihrem Ende näherte, zog Vorstandsmitglied Andreas Vogl namens der Mitfahrer ein in jeder Hinsicht überaus positives Fazit der Dreitagestour. Spezielle Dankesworte richtete er hier an Edwin und Elisabeth Reiter für die Programmausarbeitung und die Organisation, sowie an Busfahrer Klaus Schifferer.
  • red
 
Bildtext:
Vom Ablauf der dreitägigen  Wienerwald- Tour des Gartenbauvereins waren die Ausflügler sehr angetan, so wie hier bei der Besichtigung des Rosariums in Baden bei Wien.
Foto: Müller