Bürgerhilfe „Ein Dorf hilft“ Anzenkirchen auch weiterhin mobil in Einsatz
 
Anzenkirchen. „Diese Initiative kann man nicht genug loben“ sagte Pfarrer Johannes Streitberger bei der Segnung des neuen Fahrzeuges des Vereins Bürgerhilfe „Ein Dorf hilft“. Das Projekt „Mobilität“ erfährt damit eine mindestens einjährige Fortsetzung, nachdem bis Ende Juli dieses Jahres schon eine Limousine zwölf Monate lang für Fahrdienste ortsansässiger Bürger in Einsatz war.
Für dieses Fahrzeug hatte die Bürgerhilfe im Rahmen des Programms „500 Landinitiativen“ vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft eine Förderung für die Beschaffungs- und Betriebskosten erhalten. 305 Fahrten zu den unterschiedlichsten Zielorten, vorwiegend zu ärztlichen und behördlichen Terminen wurden während des Förderzeitraums durchgeführt. Dabei wurden über 400 nicht mobile Personen, zumeist Senioren und Jugendliche, sowie bis Oktober 2017 auch die in Anzenkirchen untergebrachten Flüchtlinge befördert. Mehr als 15.000 Kilometer wurden zurückgelegt.
Das neue Fahrzeug, das schon seit kurzem in Einsatz ist, erhielt am Kirchenvorplatz von Pfarrer Streitberger bei regnerischem Wetter den kirchlichen Segen. Wie er humorvoll meinte, passe dies aber gut zusammen. Zu der Mobilitätsaktion der Bürgerhilfe fand er anerkennende Worte: „Hiermit wird vielen Menschen in unkonventioneller Weise geholfen.“
Im Anschluss an die Segnung traf man sich auf Einladung der Bürgerhilfe im Pfarrzentrum zu einem Sektempfang. 1. Vorsitzender Hermann Ertl informierte dabei die Anwesenden ausführlich über die engagierte Initiative seines erst im Februar 2016 gegründeten Vereins in Sachen „Mobilität auf dem Lande“. Rückschauend auf die abgeschlossene erste Phase  mit den vorerwähnten Ergebnissen sei klar erkennbar geworden, dass der Bedarf deutlich höher sei als man anfänglich geglaubt habe. Insoweit wäre die Einstellung des Projektes nach dem Auslaufen des Förderprogrammes in keiner Weise vertretbar gewesen.  
 
Aus diesem Grunde, so Ertl weiter, habe die Bürgerhilfe-Vorstandschaft einstimmig dessen die Fortsetzung für ein weiteres Jahr beschlossen, wobei jetzt die Kosten für Beschaffung Betrieb des Fahrzeugs voll vom Verein zu tragen seien. Diese hätte die Bürgerhilfe aber nicht alleine schultern können, wäre da nicht Hilfe von Dritten gekommen. „Wir sind glücklich darüber, dass Sponsoren gefunden wurden, die dem Verein die finanziellen Möglichkeiten geben, unser in der Bevölkerung so gut angekommenes Projekt fortzuführen“, stellte der Vorsitzende heraus, verbunden mit besonderen Dankesworten an die Spender.

Und so wird das Projekt „Bürgerhilfe-mobil“ weiterhin umgesetzt:
Die Bestellung des Fahrzeugs erfolgt über die zentrale Telefonnummer 08562/9627358, von wo auf den jeweiligen Fahrer umgeleitet wird. Neben dem Vorsitzenden sind hier ehrenamtlich in Einsatz Günther Brehmer, Karl Burner, Peter Kugland, Steffi Mandlinger, Georg Willeitner, Conny Wimmer und Michael Wimmer.
Unverändert gilt: Das Auto steht nicht nur Mitgliedern der Bürgerhilfe zur Verfügung. Alle Fahrten sind kostenlos.
  • er
Bildtext:
Strahlende Gesichter nach der Segnung des neuen Fahrzeugs der Bürgerhilfe „Ein Dorf hilft“ durch Pfarrer Johannes Streitberger bei den Vereinsverantwortlichen (von rechts) Hermann Ertl, Günther Brehmer, Conny Wimmer, Michael Wimmer und Gabriel Kitzing.
Foto:Reiter