Ein Messing-Altar für die Lengshamer Kirche
Von Edwin Reiter
 
Triftern. Seit September 2017 ist die Sanierung der Filialkirche St. Koloman im Gange, die von den Altbachfluten am 1. Juni 2016 erheblich beschädigt wurde. Bis Ende April nächsten Jahres soll die rund 300.000 Euro kostende Maßnahme abgeschlossen sein. Dann wird sich auch ein liturgisch neu gestaltetes Presbyterium mit einem aus Messing gefertigten, filigranen Altar als Mittelpunkt präsentieren.
Ergänzt wird dieser mit – ebenfalls aus Messing - einem Ambo, dem Altarkreuz, dem Osterleuchter und den Sedilien, einem Vorstehersitz und vier Nebenstühlen. Die Auftragserteilung erfolgte im Rahmen eines vom Diözesanbauamt Passau durchgeführten Künstlerwettbewerbes. Eine Jury besetzt mit Fachleuten sowie mit Mitgliedern der Pfarrei Triften traf jetzt die Entscheidung. Mit 9:2 Stimmen erhielt Bildhauer Wolfgang Auer aus Friedberg bei Augsburg den Zuschlag.
Neben dem Sieger hatten noch Arbeiten eingereicht Ingrid Baumgärtner, Triftern, Edeltraud M. Göpfert, Vilshofen, Simon Koller, Laufen und Josef Sailstorfer, Neufraunhofen. In der Ausschreibung war für alle Künstler die Vorgabe, „eine liturgisch und künstlerisch  ansprechende Gestaltung des Altarraumes, die den geltenden liturgischen Bestimmungen entspricht“. Der von Wolfgang Auer eingereichte Entwurf habe Uli Walz, dem Beauftragten der Kirchenverwaltung für Baumaßnahmen zufolge, die Jurymitglieder insoweit am stärksten überzeugt, „weil die Beengtheit des Presbyteriums durch die filigranen Konstruktionen eine besondere Leichtigkeit erfahre“. 
Ein Kriterium des Wettbewerbs sei es zudem gewesen, dass für die ausgeschriebenen Leistungen eine finanzielle Deckelung mit einer Gesamtbruttosumme von 49.000 Euro vorgeben gewesen sei, so Walz. Er gehörte der Jury seitens der Pfarrei an, ebenso Pfarrer Dr. Waldemar Hadulla, Kirchenpfleger Markus Mayer, Pfarrgemeinderatsvorsitzende Hildegard Bielmeier, Kirchenverwaltungsmitglied Hans Hochecker, Mesnerin Therese Mayer, sowie Hans Eder, Lengsham.
 
Von fachlicher Seite waren in der Jury dabei Diözesanbaumeister Jochen Jarzombek, Gebietsreferent Thomas Rösch, Pfarrer Philipp Höppler, der Künstler Mario Schoßer sowie der Kunstreferent des Bischöflichen Ordinariates Alois Brunner, der die mehrstündige Entscheidungsfindung moderierte. Diese hatte ihren Anfang im Pfarrheim St. Stephan mit einer Vorstellung der fünf eingereichten Modelle genommen. Anschließend machten sich die Jurymitglieder mit diesen ein Bild an Ort und Stelle in der Lengshamer Kirche. Mit diesen Eindrücken behaftetet wurde dann, wiederum im Pfarrheim, von diesen die Zuschlagserteilung vorgenommen.
Sieger Wolfgang Auer hat nun fünf Monate Zeit dem Presbyterium von St. Koloman ein neues Erscheinungsbild zu verleihen. „Der Kontrast vom bisherigen Altar aus Holz nun zu einer Ausführung in Messing fällt sicher stark aus“ meint Projektsteuerer Uli Walz. Eine vereinfachte Vorstellung davon kann man sich jetzt schon anhand des Modells machen, das im Pfarrheim ausgestellt ist. Der neue Altar wird, einhergehend mit dem Abschluss der Sanierung der Filialkirche, voraussichtlich im Mai durch Bischof Stefan Oster geweiht werden.
 
Bildtext:
Bild 1
Entsprechend seinem Modell (Bild) wird der Bildhauer Wolfgang Auer aus Friedberg das Presbyterium der Filialkirche St. Koloman in Lengsham mit Altar, Ambo und weiteren liturgischen Gegenständen in Messingausführung gestalten.

Bild 2
Die Auftragserteilung wurde nach einem vorausgegangenen Künstlerwettbewerb von einer Jury getroffen, hier bei der Vor-Ort-Bewertung in der Lengshamer Kirche. Auf dem Bild von links Pfarrer Philipp Höppler, Gebietsreferent Thomas Rösch, Diözesanbaumeister Jochen Jarzombek, Pfarrgemeinderatsvorsitzende Hildegard Bielmeier, Pfarrer Dr. Walde-mar Hadulla Kirchenverwaltungsmitglied Hans Hochecker, Projektsteuerer Uli Walz, Kir-chenpfleger Markus Mayer, Johann Eder, Lengsham, Mesnerin Therese Mayer, Künstler Mario Schoßer und Kunstreferent Alois Brunner.
Fotos: Reiter