Steuerhebesätze 2019: Keine Veränderungen
 
Triftern. Die bisherigen Hebesätze für die Realsteuern bleiben auch im nächsten Jahr.  gleich. Zuletzt in 2014 hatte der Marktgemeinderat diese um jeweils zehn Punkte erhöht und zwar die Grundsteuer A auf 380 v.H., die Grundsteuer B auf 360 v.H. und die Gewerbesteuer auf 350 v.H.
Eine neuerliche Anhebung erschien dem Gremium bei Behandlung dieses Punktes in der Jahresschlusssitzung nicht angebracht. Vorausgehende Erläuterungen von Kämmerer Egon Harböck führten letztlich eine einstimmige Beschlussfassung herbei. Vor allem das Kriterium, dass auf Grund eines aktuellen Urteiles des Bundesverfassungsgerichtes eine neue Berechnungsmethode über die Höhe des Messbetrages bei der Grundsteuer A und B zu erwarten sei, spielte hier herein. Insoweit sollte man an den Hebesätzen nicht schrauben, solange es keine neue gesetzliche Regelung gebe, so Harböck.
Rückschauend trug er vor, dass in 2018 bei der Grundsteuer B (Wohn- und Betriebsgrundstücke) Einnahmen in Höhe von knapp 385.000 Euro erzielt würden. Es sei dies eine Mehrung von fast 20.000 Euro gegenüber dem Vorjahr, nicht zuletzt durch die Bautätigkeit in diesem Zeitraum herbeigeführt. Demgegenüber stagniere die Grundsteuer A (landwirtschaftliche Grundstücke) mit einem Jahresertrag von 129.000 Euro.
Zur Gewerbesteuer führte der Kämmerer aus, dass die Einnahmen heuer mit über 1,5 Mio Euro in ähnlicher Größenordnung wie in 2017 liegen würden. Diese Ergebnisse stünden indes nur zum Teil mit der 2014 erfolgten Anhebung des Hebesatzes in Zusammenhang. Es sei nicht zuletzt auch mit positiven Geschäftsergebnissen der heimischen Wirtschaft aus den Jahren 2016 und 2017 zu begründen.
Insgesamt habe der Markt heuer 2,020 Mio Euro bei den Realsteuern eingenommen, um 2.000 Euro weniger als in 2017. Die erzielten Mehreinnahmen seien, wie vom Markt-gemeinderat beschlossen, als zusätzliche Mittel für den Straßenunterhalt, hier speziell u.a. für die Hoferschließung Reslberg (Gemeindeteil Neukirchen) verwendet worden, sagte Harböck.
 
Für 2019 rechne er mit Steuereinahmen von insgesamt 1.750.000 Euro, etwa 270.000 Euro weniger als heuer. Der Rückgang ergebe sich im wesentlich durch ein geringeres Aufkommen bei der Gewerbesteuer von 1,507 Mio Euro in 2018 auf etwa 1,256 Mio Euro. Allerdings sei dieser Betrag für 2019 nur auf der Basis des Vorauszahlungs-Solls ermittelt, könne sich, dem Kämmerer zufolge, insoweit sowohl nach oben als auch nach unten verändern. Nur unwesentlich Änderungen gegenüber 2018 seien in 2019 bei den Einnahmen der Grundsteuer A (127.000 Euro) und Grundsteuer B (365.000 Euro) zu erwarten.      
                                                                                                                                  - er