EDV-Ausstattung im Rathaus wird erneuert
 
Triftern. Die in 2010 komplett installierte EDV-Ausstattung im Rathaus ist in die Jahre gekommen. Der Marktgemeinderat beschloss deshalb deren Erneuerung, wobei noch offen ist, welche von zwei Server-Varianten beschafft wird. Die dafür erforderlichen Finanzmittel in Höhe von 135.000 Euro sollen im Haushaltsplan 2019 bereitgestellt werden.
Fachdienstleiter Stephan Spöckmer erläuterte dem Gremium die Notwendigkeit der Maßnahme. Die vorhandene Installation sei mittlerweile technisch veraltet. Es ergäben sich dadurch Performance-Probleme und Schwierigkeiten bei gegebenenfalls nötigen Ersatzteillieferungen. Eine längere – technisch bedingte – Ausfallzeit könne in solchen Fällen nicht mehr verhindert werden.
Was für die Hardware gelte, treffe Spöckmer zufolge auch auf die Software zu. Weil diese auch nicht mehr neuesten Standes sei, führe dies zu Kompatibilitätskonflikten. Zudem sei für diverse Programm-Anwendungen von den Herstellern der Support gekündigt worden. Die Folge sei, dass es hierzu in absehbarer Zeit keine Sicherheits- und Funktions-Updates mehr geben werde. Dies sei speziell beim Betriebssystem Windows XP und beim Windows- Server der Fall.
Wie der Fachdienstleiter weiter ausführte, sei aus diesen Gründen mit der Firma Kommuna, Altdorf, dem EDV-Partner des Marktes, bereits ein Erneuerungskonzept entwickelt worden. Hierbei integriert sei auch eine neue Netzwerkverkabelung im Rathaus mit der Zielsetzung ein Gigabitfähiges Netzwerk zu erhalten.
Von den angedachten Installationsvarianten spreche, nicht zuletzt aus Kostengründen, alles für die „physikalische Lösung“, bei der man zwei Server im Rathaus benötige. Zusammen mit den neuen EDV-Arbeitsplätzen würden sich hier Kosten von rund 135.000 Euro einstellen. Einbezogen seien hier auch die Aufwendungen von ca. 8.000 Euro für die Umstellung auf elektronischen Rechnungseingang und das Anordnungswesen, so Stephan Spöckmer.
Wie er weitervortrug, hätte diese Variante vor allem auch den Vorteil, dass bei etwaigen Problemen im Rechenzentrum oder bei der Internetverbindung zumindest in begrenztem Umfang im Rathaus weitergearbeitet werden könne.
Eine weiters denkbare Alternative sei die Virtualisierungs-Lösung mit einem Haupt- und einem virtuellem Server. Welche von beiden Varianten zum Tragen komme müsse noch geklärt werden, sagte Spöckmer.
Nicht anfreunden könne sich die Verwaltung mit dem Thema „Outsourcing“, also der Auslagerung gemeindlicher IT-Aufgaben an das Kommuna-Rechenzentrum. Bürgermeister Walter Czech bekräftigte dies kurz und bündig: “Die EDV bleibt im Rathaus“. 
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