Alles klar für die Sanierung des Fachklassentraktes der Lenberger-Volksschule
Von Edwin Reiter
 
Triftern. Mit der Fertigstellung der neuen Doppelsporthalle und des Mehrzweckraumes Ende August 2010 war die über sieben Mio Euro kostende Generalsanierung und Erweiterung der Lenberger-Volksschule nach der vorausgehenden Erneuerung der zwei Schultrakte bis auf den Fachklassenanbau abgeschlossen. Jetzt wird dieser -1976 errichtete – Gebäudeteil, wie vom Marktgemeinderat einstimmig beschlossen, mit einem Kostenvolumen von fast 389.000 Euro saniert.
In der ersten Sitzung im neuen Jahr wurde das Maßnahmepaket zusammengestellt, um den erforderlichen Bewilligungsantrag termingerecht bei der Regierung von Niederbayern einreichen zu können. Von dieser hatte der Markt im September vergangenen Jahres den Bescheid erhalten, dass für die Anfang 2018 beantragte Sanierung des Fachklassentraktes im Rahmen des „Kommunalen Investitionsprogramms Schulen“ (KIP-S) des Freistaates Bayern eine Finanzhilfe gewährt wird. Mit der Zuwendung in Höhe von 260.600 Euro bekomme man einen ansehnlichen Betrag, schickte Bürgermeister Walter Czech der Beratung des Tagesordnungspunktes voraus.
Fachdienstleiter Stephan Spöckmer führte dazu weiter aus, dass der Zuschuss 90 Prozent von förderfähigen Ausgaben in maximaler Höhe von exakt 289.555,56 Euro ausmache. Die auf diese Gesamtkosten verbleibenden zehn Prozent (= 28.995,56 Euro) seien als Eigenanteil vom Markt zu tragen, ebenso alle darüber hinaus sich ergebenden Ausgaben,
so Spöckmer.
Soweit die theoretische Konstellation des KIP-S-Förderung. Letztlich summierte sich ein Gemeindeanteil von 128.102 Euro auf Grund des vom Marktgemeinderat festgelegten Sanierungsumfanges. Auf 388.702 Euro belaufen sich die vom Ing. Büro Desch kalkulierten Bau- und Nebenkosten für die zwei Schwerpunktbereiche. Zum einen ist dies die energetische Sanierung des Gebäudes mit Kosten von 175.300 Euro, zum anderen die Erneuerung der Lehrküche, für die 213.402 Euro Ausgaben veranschlagt sind. Wie diese Beträge zustande kommen wurde dem Gremium von Planer Josef Pflugbeil erläutert.
Seinen mit Bildpräsentation unterlegten Ausführungen zufolge sei bei der energetischen Sanierung die Erneuerung der Außentüren und der Fenster (in Kunststoff mit 3-fach Ver-glasung) der gewichtigste Posten. Hinzu komme der Sonnenschutz an der Südwestseite sowie die Ertüchtigung von Brand- und Blitzschutz.
Erneuerung des Bodens, der Decke, der Elektronik, der Heizungs- und Wasserleitungen sowie der vier Kochkojen gehören zum Bündel der Neugestaltung der Lehrküche. Hierzu warf Sibylle Hanöffner die Frage auf, ob die Notwendigkeit für die Erstellung von Kochkojen für 16 Kinder bestehe. Vier Kojen mit jeweils vier Kindern seien unterrichtsmäßiger Standard, klärte Dr. Rudolf Schwetlik auf, der von einer Reduzierung abriet: „Schrumpfen ist nicht ideal“.
Von Adolf Stapfer wurden zur Lehrküche zwei Vorschläge eingebracht, die eine entsprechende Umsetzung erfahren werden. Anstelle der angedachten Lüftungsanlage mit voraussichtlichen Kosten von 29.000 Euro, sollen Kochfelder mit integrierten Dunstabzug beschafft werden, die in der Größenordnung von insgesamt rund 16.000 Euro liegen würden. Außerdem regte er an, die bereits in den Schultrakten verlaufenden Datenkabel auch in der Lehrküche fortzusetzen.
Ansonsten wurden die vom Planungsbüro vorgesehenen Positionen des Sanierungsvorhabens für gut befunden. Der Fachklassentrakt sei, nach der bereits in 2015 vorgenommenen Dacherneuerung, dann „up-to-date“. Helmut Weidacher brachte die allgemeine positive Beurteilung dieser Maßnahme auf den Punkt: „Der Markt investiert dank Förderung des Freistaates Bayern um gute schulische Verhältnisse herzustellen“. Bürgermeister Czech ergänzte diese Aussage damit, dass seiner Ansicht nach mit dieser Sanierungsmaßnahme „ein Anreiz für den Bestand der Lenberger-Volksschule“ geschaffen werde.
 
Bildtext:
Mit einem Kostenaufwand von fast 389.000 Euro, zu dem der Freistaat Bayern 260.600 Euro Finanzhilfe beisteuert, wird der im Jahre 1976 errichtete Fachklassentrakt der Lenberger- Grund- und Hauptschule vom Markt saniert.
Foto: Reiter