Kinderkrippenanbauten: Verwendungsnachweis-Prüfung dauerte 22 Monate
 
Triftern. Im September 2016 konnten die in Rekordbauzeit von sieben Monaten errichteten Krippenanbauten an den Kindertagesstätten in Anzenkirchen und Triftern in Betrieb genommen werden. Einen Rekord anderer Art stellte der Zeitraum für die Prüfung der Verwendungsnachweise durch die Regierung von Niederbayern auf, die 22 Monate lang  dauerte.
Kämmerer Egon Harböck teilte dies bei Vorlage der Maßnahmebilanzen beider Objekte in der Sitzung des Marktgemeinderates mit. Der vom Markt am 18. Januar 2017 eingereichte Verwendungsnachweis habe das abschließende Prüfungsvermerkdatum vom 20. November 2018. So lange habe man schließlich im Rathaus auch auf die zwei Schlussbescheide warten müssen, mit denen auch die Auszahlung der noch ausstehenden Restzuschüsse aus den Förderprogrammen in Höhe von 157.000 Euro verbunden gewesen sei.
Trotz dieser ungewöhnlichen Prüfungsdauer könne man finanziell gesehen mit der Abwicklung der beiden Krippenanbauten überaus zufrieden sein, so Harböck. Neben den Zu-wendungen des Freistaates Bayern sei noch eine zusätzliche Finanzspritze aus dem Krippenprogramm des Bundes gewährt worden, womit sich insgesamt jeweils fast 75 Prozent Förderung ergeben habe.
391.000 Euro Zuwendungen hat der Markt bei der in seiner Trägerschaft stehenden Freifrau Fleissner von Wostrowitz-Kindertagesstätte Anzenkirchen erhalten. 522.700 Euro kostete die Maßnahme, womit sich der gemeindliche Eigenanteil auf 131.700 Euro beläuft. Von dem anfänglich beauftragten Architekten waren die Gesamtkosten mit 354.000 Euro berechnet worden. Abgerechnet wurde letztlich mit 522.700 Euro. Auf die von der Regierung von Niederbayern für die Förderung zugrunde gelegte Kostenpauschale von 550.000 Euro bezogen ergeben sich letztlich Minderkosten von 27.300 Euro.
Ein ähnlich gelagertes Ergebnis stellte sich bei der Abrechnung der Kindertagesstätte St. Stephan der Kath. Pfarrkirchenstiftung Triftern ein. 143.400 Euro macht die Kostenbeteiligung des Marktes aus, bezogen auf Gesamtkosten in Höhe von 520.400 Euro bei einer Bezuschussung von 377.000 Euro
Auch bei diesem Vorhaben ist in der Anfangsplanung von niedrigeren Kosten ausgegangen worden, nämlich von 446.200 Euro. Die Abrechnungssumme von 520.400 Euro liegt jedoch auch hier unter der förderfähigen Kostenpauschale von 546.900 Euro, so dass unterm Strich Minderkosten stehen, nämlich 26.500 Euro.
Der Marktgemeinderat nahm die beiden Maßnahmebilanzen ohne Diskussion zur Kenntnis.
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Bildtext:
Finanzielle Bilanz über die beiden September 2016 in Betrieb gegangenen neuen Krippenanbauten an den Kindertagesstätten Anzenkirchen (im Bild links) und Triftern konnte erst jetzt im Marktgemeinderat gezogen werden.
Foto: Reiter