Vortrag beim GBV: Vermeidung von Plastikmüll
 
Triftern. Kunststoffe sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Welche Auswirkungen der Alleskönner „Plastik“ auf die Umwelt hat, wurde bei einer gut besuchten Vortragsveranstaltung des Gartenbauvereins (GBV) im Mehrzweckraum der Lenberger-Volksschule aufgezeigt. Das Thema wurde von den Vereinsverantwortlichen nicht zufällig gewählt. Es hat seinen Ursprung in der beim Saisonabschlusstreffen Anfang November gestarteten Aktion, transparente Stoffbeutel beim Einkauf von Obst und Gemüse als umweltfreundliche Alternative zu Plastiktüten zu verwenden. Eine ansehnliche Zahl, die von GBV-Vorstandsmitglied Hildegard Hitzlinger gefertigt wurden, konnten schon verkauft werden. Dass es ein mit Obst gefülltes Säckchen für die Referentin des Abends, Marianne Wolff (rechts) vom Verbraucherservice Passau am Ende ihrer kompetenten Ausführungen von GBV-Vorsitzender Elisabeth Reiter (links) als Präsent gab, war insoweit keine Überraschung. Marianne Wolff hatte in ihrem Vortrag die Zunahme des Plastikmülls und die sich daraus ergebenden negativen Auswirkungen recht anschaulich klargemacht: „Wir alle, vor allem aber der Gesetzgeber und die Industrie, sollten uns Gedanken machen, wie Kunststoffe vermieden oder zumindest eingedämmt werden können“. Ihren Appell belegte sie mit teilweise drastischen Zahlen. Jährlich würden weltweit 300 Millionen Tonnen Kunststoff produziert, wovon bis zu zehn Prozent in den Weltmeeren landen würden. In Deutschland würden der Referentin zufolge jährlich 10 Millionen Tonnen Kunststoff verbraucht, pro Einwohner also 117 Kilogramm. Um diese gigantischen Plastik-Müllmengen zu reduzieren sollte man nach Möglichkeit offene Lebensmittel einkaufen, Mehrwegsysteme bei Behältern und Flaschen nutzen und vor allem auch Einkaufstaschen aus Stoff, bzw. Körbe verwenden. Bei der Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Obst- und Gartenbauverein Wittibreut/Ulbering konnte auch dessen bisherige Vorsitzende Brigitte Irber von Elisabeth Reiter begrüßt werden, ebenso die Konrektorin der Lenberger-Volksschule Renate Ammer.
Foto: Broda