Projektliste als Grundlage für den Vermögenshaushalt 2019

Triftern. Die Investitionsmaßnahmen des Marktes und der Gemeindewerke (GWT) für den Haushaltsplan werden vom Marktgemeinderat nicht nur von Jahr zu Jahr sondern für längere Zeiträume geplant. Möglich macht dies die Projektliste <Orientierung 2002.plus>, die in der jüngsten Sitzung genehmigt wurde.

Die aktuell 17. Fortschreibung des gemeindlichen Vorhabenkatalogs für den Zeitraum 2019 bis 2030 sei hinsichtlich der zu erwartenden finanziellen Engpässe speziell durch die Kosten des geplanten Hochwasserschutzes am Altbach von großer Bedeutung, sagte dazu Kämmerer Egon Harböck. Diese treffe insbesondere auf die Phase 2019 - 2022 zu, die beiden nächsten Dringlichkeitsstufen. Aus diesem Grunde seien Maßnahmen der beiden folgenden Zeitstufen 2023 – 2030 in der Liste nur noch als „Zukunftswünsche“ bezeichnet worden.

Nachdem <Orientierung 2002.plus> in seinem Teil I vorrangig den Weg ebnet zur Aufnahme von Investitionsmaßnahmen in den Vermögenshaushalt des Marktes bzw. den Wirt-schaftsplan der GWT des laufenden Jahres, dient Teil II zur Einplanung bekannter Projekte in den Finanzplan 2018 – 2022. Insgesamt 93 Maßnahmen enthält die Liste für diesen Zeitraum, davon 69 für den Markt und 24 für die GWT. Beim Markt werden sich nach heutigen Schätzungen Kosten von 9,75 Mio Euro summieren, wobei nach Abzug der zu erwartenden Einnahmen, insbesondere aus staatlichen Zuwendungen, ein Gemeindeanteil von 4,63 Mio Euro verbleiben würde. Bei den Gemeindewerken stehen die vorgesehenen Maßnahmen mit insgesamt 2,35 Mio Euro zu Buche, wobei der Eigenanteil voraussichtlich 1,68 Mio Euro betragen wird. Einschließlich der beiden weiteren Dringlichkeitsstufen 2023 – 2030 (mit 29 Maßnahmen) ergeben sich für Markt und GWT zusammengerechnet Gesamtkosten von 26,20 Mio Euro, wobei diese selbst 17,44 Mio Euro aufbringen müssen.

Auf die 1. Dringlichkeitsstufe, also das Jahr 2019, eingehend, führte Harböck aus, dass der Schwerpunkt der investiven Tätigkeit bei Baulandausweisung, Fortsetzung des Breitbandausbaues, Straßenbauten sowie bei der Beseitigung von Hochwasserschäden an Gewässern III. Ordnung liege. Insgesamt 3,91 Mio Euro Kosten stünden hierfür zu Buche.

Nach Abzug der erwarteten Zuschüsse und Verkaufseinnahmen verbleibe ein Gemeindeanteil von1,32 Mio Euro. Die hierfür erforderlichen Einnahmen müssten aus der Zuführung zum Vermögenhaushalt und aus den Rücklagen generiert werden. Bei einer Zuführung von 756.000 Euro, wie im Entwurf des Verwaltungshaushaltes eingeplant, wäre dem Kämmerer zufolge insoweit eine Rücklagenentnahme von etwa 600.000 Euro notwendig.

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