FFW Anzenkirchen bekommt 2020 ein neues Einsatzfahrzeug (LF 20 KatS)
 
Triftern. Zufriedene Mienen bei den in der Sitzung des Marktgemeinderates anwesenden Verantwortlichen der Freiwilligen Feuerwehr Anzenkirchen nach dem einstimmig gefassten Beschluss: in der zweiten Jahreshälfte 2020 wird in ihrem Gerätehaus ein neues Löschgruppenfahrzeug (LF 20 KatS) stehen.
Voraussichtlich 378.000 Euro wird das neue Einsatzfahrzeug kosten, welches das 1990 beschaffte LF 8 ersetzen wird. Wie von Fachdienstleiter Karl Kaiser dazu vorgetragen wurde, habe Kreisbrandrat RenéLippeck im Einvernehmen mit der Anzenkirchner FFW für das LF 20 KatS anstelle des alternativ möglichen LF 10 plädiert. Dies sei ein Fahrzeug mit einer breit gefächerten Ausrüstung und speziell für den Katastrophenschutz (KatS) konzipiert. Neben Atemschutzgeräten und einem Löschwassertank passe es auch sehr gut für Einsätze bei Hochwasserereignissen. Für Wasserförderungen über lange Wegstrecken sei es mit mehr Schlauchmaterial sowie mit einer stärkeren Tragkraftspritze ausgestattet, so Kaiser.
In seinen weiteren Ausführungen ging er auf die finanzielle Seite des Fahrzeugkaufs ein. Wenngleich das LF 20 KatS um 15.000 Euro mehr koste als die Variante LF 10 müssten unterm Strich wegen der höheren staatlichen Zuwendung (92.400 Euro) aus der Gemeindekasse um 4.000 Euro weniger, letztlich 285.600 Euro, aufgewendet werden.
Um über 9.000 Euro (10 Prozent des Zuschusses) würde sich dieser Betrag bei einer gemeinsamen Beschaffung des gleiche Einsatzfahrzeugen von mindestens zwei Kommunen reduzieren. Seines Wissens sei hier eine Partnerschaft mit Nachbargemeinden möglich. Man müsse aber, dem Fachdienstleiter zufolge, eine möglichst große Übereinstimmung in der Fahrzeugausstattung erzielen. Wegen der hohen wettbewerbsrechtlichen Vorgaben müsse die erforderliche europaweite Ausschreibung durch ein Fachbüro erfolgen.
Der Marktgemeinderat war mit diesem Vorschlag einer gemeinsamen Beschaffungsmaßnahme mit Fachbürobeauftragung einverstanden, ebenso damit, dass im Haushalt 2019 ein Betrag von 80.000 Euro eingeplant wird, der als Anzahlung für den Fahrzeugaufbau zu leisten ist. Die restlichen Kosten für das Fahrgestell, die Fertigstellung des Aufbaus und die Lieferung der Ausrüstung werden im Jahr 2020 für den Markt zur Zahlung fällig.       
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