Mali-Bundeswehreinsatz Thema bei der KSK Anzenkirchen
 
Anzenkirchen. Die Tagesordnung der Jahreshauptversammlung der Krieger- und Solda-tenkameradschaft (KSK) wurde mit einem Vortrag über den Bundeswehr-Auslandseinsatz in Mali bereichert. Major Tobias Kloiber referierte dabei über seine fünfmonatige Tätigkeit in dem westafrikanischen Staat.
Der aus Anzenkirchen / Hundshaupten stammende Offizier des Heeres ging bei seinen Ausführungen einleitend auf die jüngere Geschichte Malis ein. Bei dem Konflikt im Norden des Landes hätten Tuareg das Ziel verfolgt, die Unabhängigkeit dieser Region zu erreichen. Den Aufständischen sei es gelungen weite Teile des Nordens unter ihre Kontrolle zu bekommen. Parallel dazu sei es Anfang 2012 in der Hauptstadt Bamako zu einem Militärputsch gekommen, der das Land weiter destabilisiert habe. Ein 2015 geschlossenes Abkommen habe eine gewisse Stabilität gebracht, welche es zur Erhaltung des Friedens seither umzusetzen gelte.
Die deutsche Beteiligung im Rahmen der UN-Mission MINUSMA solle, Kloiber zufolge, den umfassenden internationalen Einsatz zur Stabilisierung dieses Gebietes unterstützen. Den Bericht über seinen Aufenthalt in Mali unterlegte er mit einer anschaulichen Bildpräsentation. Zu sehen waren hier sowohl Land und Leute als auch der Arbeitsalltag der Sol-daten, ebenso wie diese mit Gefahren und Problemen konfrontiert seien. Am Ende des Referates gab es hierzu viele Fragen an Major Kloiber, aber auch zu Veränderungen in der Bundeswehr und die damit einhergehenden Probleme in den Soldatenvereinen.
Hiermit verbunden stellte sich in der Diskussion auch die Frage, ob die örtliche KSK wieterhin als Verein bestehen bleiben solle. Wegen der geringen Beteiligung der nur noch 75 Mitglieder zählenden Kameradschaft bei Versammlungen und sonstigen Anlässen würde sich diese Überlegung für die Verantwortlichen stellen, sagte 1. Vorsitzender Rudolf Willeitner.
 
Zu der schwach besuchten Versammlung im Pfarrzentrum hatte er Kreisvorsitzenden Josef Wagner von der Bayer. Kameraden- und Soldatenvereinigung, Josef Nöbauer vom Patenverein Hirschbach und Ehrenvorsitzenden Johann Mehlstäubl begrüßen können.
Nach seinem kurzgefassten Jahresbericht, dem ein Totengedenken für Maria Rang und Helmut Thuringer vorausging, folgte der Kassenbericht von Hermann Jahrstorfer. Dieser fiel zur Zufriedenheit der Anwesenden aus und fand auch seine anerkennende Bestätigung durch die Kassenprüfer Wilhelm Zogler und Helmut Hasenberger. In seinem Grußwort dankte 2. Bürgermeister Karl Altmann den KSK-Verantwortlichen für ihr beständiges Engagement, das dazu beitrage, dass der Verein unverändert ein wichtiger Bestandteil des Dorfgeschehens sei.
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Bildtext:
Major Tobias Kloiber bei seinem Vortrag über den Bundeswehr-Einsatz in Mali.
Foto: red