TSV-Theaterbühne hat nach fünf Jahren schon Kultstatus

Von Edwin Reiter
Triftern. Auch der fünfte Auftritt der 2007 gegründeten TSV-Theaterbühne mit der volkstümlichen Komödie „Wenn die Sterne lügen“ von Toni Lauerer wurde wieder zu einem grandiosen Erfolg. Alle neun Vorstellungen im Mehrzweckraum der Lenberger-Volksschule waren  - gleich in den ersten Tagen des Vorverkaufs – ausverkauft. Für die restlos begeisterten 1400 Besucher hat das profihaft agierende Theaterensemble bereits jetzt Kultstatus erlangt.
Dieses hohe Prädikat resultiert aus den unisono ausgefallenen Zuschauermeinungen mit dem prägnanten Fazit: “Das ist Laienspiel vom Besten“. Die hochklassige Darbietung von „Wenn die Sterne lügen“ war ein Gemeinschaftswerk vieler vor und hinter der Bühne im optimalen Ambiente des seit 2010 zur Verfügung stehenden Mehrzweckraumes.
Originell-amüsant und ideenreich hat der Motor und Regisseur der TSV-Theaterbühne Reiner Schachtner das Stück inszeniert. Pointen und Details wurden von den Akteuren mit viel personifiziertem Gespür umgesetzt.
Dafür gab es immer wieder Szenenapplaus und am Ende langanhaltende Ovationen für das gesamte Team. Auch bei dem Stück „Wenn die Sterne lügen“, in dem es um das Wahrsagen, die Sterne und natürlich um das liebe Geld ging, waren die Rollen den  jeweiligen Darstellern gewissermaßen auf den Leib geschrieben.
Von  den schon arrivierten Stammspielern Werner Schulz über Christl Lechner, Michaela Surner, Rosi Bauer, Gerlinde Berer, Werner Schraml, Bernd Wagner, Michael Eichinger,
Adolf Stapfer und Mario Obermeier bis hin zur Debütantin Ramona Lichtenauer spielten
alle ihren geradezu maßgeschneiderten Part in realistisch-perfekter Manier.
Realistisch-perfekt war auch das Bühnenbild. Bühnenmeister Hans Erber und sein Team mit Tom Berer, Klaus Bauer, Horst Petry und Uli Stober hatten eine detailgetreue Kulisse geschaffen, die  - ohne Übertreibung - schon den Level etablierter Theater  erreicht hat. Viel Lob und Anerkennung der Zuschauer für dieses neuerliche Bühnenkunstwerk führen zu dieser  Beurteilung.
 
Dass die Darsteller realitätsnah vortrefflich geschminkt waren, wie beispielsweise  Christl Lechner als Wahrsagerin, lag wiederum im Können der Maskenbildnerinnen Heike Obermeier, Michaela Surner und Elfriede Mühllehner.  Christine Lehner war wieder zuverlässige Souffleuse.  Annemarie Altmann und Uschi Brandner agierten im „Sternenzelt“ im Foyer als Wahrsagerinnen.  In den Pausen des Dreiakters spielte die Trifterner Blaskapelle unter Leitung von Alfred Enggruber auf, wobei es sich die Besucher auch gut schmecken lassen konnten. Hildegard Schulz sorgte hier mit zahlreichen fleißigen Helfern für beste Bewirtung.
Alles in allem hat die TSV-Theaterbühne  mit  „Wenn die Sterne lügen“ den fünften Volltreffer in Folge gelandet. Wenn man schon nach so kurzer Zeit Kultstatus hat, dann muss man auf diesem Niveau auch bleiben. Dies ist für Theaterchef Reiner Schachtner Auftrag und Verpflichtung zugleich, zumal hier seine Gedanken schon in 2012 sind: „Irgendetwas  Besonderes werden wir uns wieder einfallen lassen“.  Wenn auch der Titel des nächsten Stückes erst im Januar feststehen wird, ist die Zielrichtung von Reiner Schachtner und der TSV-Theaterbühne auf jeden Fall klar: „Es wird in dem Stile weitergehen wie bisher“.