Bebauungsplan für das Wohnbaugebiet  Berndlberg/Ost III liegt aus
 
Triftern. Für den vom Marktgemeinderat in der Novembersitzung gebilligten Entwurf des Bebauungsplanes Triftern-Berndlberg/Ost (Abschnitt III) erfolgt jetzt die öffentliche Aus-
legung. Näher eingegangen werden musste vom Gremium bei diesem Tagesordnungspunkt auf eine Stellungnahme des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, das in diesem Gebiet Bodendenkmäler (Keltengräber) vermutet.
Bis einschließlich 29.Dezember kann in den Bauleitplan im Rathaus (Zimmer OG 02) während der allgemeinen Geschäftszeiten Einsicht genommen werden. Dabei ist auch Gelegenheit gegeben zu der Planung Stellung zu nehmen. Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können jedoch bei der endgültigen Beschlussfassung des Marktgemeinderates über den Bebauungsplan nicht berücksichtigt werden, so Geschäftsleiter Siegfried Schmied, der im Rathaus zuständige Ansprechpartner.
Neun Parzellen in der Größenordnung zwischen 700 bis 950 Quadratmetern werden Mitte nächsten Jahres auf dem rund 9000 Quadratmeter großen Areal vom Markt und den Gemeindewerken baureif gemacht. Es schließt sich unmittelbar an den im Jahre 2007  erschlossenen zweiten Abschnitt des Wohnbaugebietes Berndlberg/Ost an.
Bei seinem vorerwähnten Billigungsbeschluss musste der Marktgemeinderat vorab auch über die im Anhörungsverfahren zur Planaufstellung eingegangen Stellungnahmen beschließen. Zu den Äußerungen der Unteren Naturschutzbehörde, des Bund Naturschutz in Bayern, des Abfallwirtschaftsverbandes Isar/Inn, der E.ON Bayern sowie derjenigen, des Bayerischen Bauernverbandes ergingen die gemeindlichen Antworten, soweit machbar, der jeweiligen Anregung entsprechend .
Wie schon beim zweiten Abschnitt hatte auch jetzt das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege eine Stellungnahme mit  -theoretischen– Folgen für den Markt abgegeben. So ist jedenfalls die Hoffnung des Marktgemeinderates, weil auch bei Berndlberg-
Ost II die gleichen Auflagen der Münchner Behörde im Gelände nicht umgesetzt werden
mussten.
Wie 1.Bürgermeister Walter Czech in der Sitzung ausführte, gehe es wiederum um die Vermutung des Landesamtes, dass sich in dem neu zu erschließenden Bereich Bodendenkmäler, speziell Keltengräber, befinden sollen.
 
Geschäftsleiter Schmied erläuterte die sich aus der Landesamt-Stellungnahme ergebenden Abläufe. So müsse bei den Erdarbeiten für die Straßenerschließung der Humus mittels Humusschaufel vorsichtig abgetragen werden. Diese Abgrabungsarbeiten würden von einem Grabungstechniker des Landesamtes beaufsichtigt.
Und so würde es weitergehen, wenn festgestellt werden sollte, dass noch Bodendenkmäler vorhanden sind: Das Landesamt würde dann eine „sachgerechte archäologische Ausgrabung“ zur Sicherung und Dokumentation der Keltengräber durchführen. Falls es zu dem steinigen Fund eines Naturdenkmales im Gebiet Berndlberg/Ost III kommen sollte, müsste der Markt auch alle Kosten der fachlichen Begleitung des Oberbodenabtrags und  der Ausgrabungen tragen.
Der Marktgemeinderat nahm die Stellungnahme des Landesamtes sowohl zur Kenntnis als auch in den Erläuterungsbericht zum Bebauungsplan auf. Nicht vermerkt wurde dabei der Zusatz von Bürgermeister Czech: „Es wird hoffentlich auch dieses Mal wieder nur bei den Vermutungen der Denkmalpfleger bleiben“.
Zurück zur Auslegung des Bebauungsplanes. Damit dieser Bauleitplan im Juni dieses Jahres aufgestellt werden konnte, war auch eine Änderung des Flächennutzungsplanes
erforderlich. Auch diese hat der Marktgemeinderat gebilligt, mit der Konsequenz, dass die Planänderung zeitgleich mit dem Bebauungsplan öffentlich ausgelegt werden kann.
                                                                                                                          -    er