Der Markt wird weiter in die Zukunft investieren
 
Triftern. Beständige Weiterentwicklung der Gemeinde wird im Rathaus schon seit langem groß geschrieben. Dies soll auch künftighin so sein, machte 1.Bürgermeister Walter Czech bei den Bürgerversammlungen klar. Der Markt werde unverändert im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten zukunftsorientiert investieren.
Neben der Rückschau auf das vergangene Haushaltsjahr, über die gesondert berichtet wurde, richtete der Bürgermeister auch den Blick nach vorne. Unter der Überschrift „Gemeindeentwicklung“ führte er die mittelfristig voraussichtlich zum Tragen kommenden Maßnahmen an, mit denen man sich mittlerweile schon im Rathaus beschäftige.
Hierzu gehöre vorderhand die Fortsetzung der 2002 bis 2005 durchgeführten Hochwasserschutzmaßnahmen am Altbach in Anzenkirchen nunmehr im Ortsbereich von Triftern. Nachdem dieser bei zurückliegenden Hochwasserereignissen wesentlich betroffen gewesen sei, sollten baldmöglichst geeignete Schutz- und Abflussverbesserungsmaßnahmen getroffen werden. Mit einem Beschluss vom November 2010 habe der Marktgemeinderat dies unterstrichen und beim zuständigen Wasserwirtschaftsamt Deggendorf eine zeitnahe Umsetzung dieser dringlich notwendigen Maßnahme beantragt.
Die Fachbehörde sei Czech zufolge zwischenzeitlich auch schon an die Arbeit gegangen. Aktuell würden die Überschwemmungsbereiche als Grundlage für die weiteren Planungen ermittelt. Bis Mitte dieses Jahres sollen Ergebnisse vorliegen, von denen ausgehend dann das weitere Vorgehen festgelegt werde. Unabhängig davon was der Hochwasserschutz für Triftern kosten werde, müsse sich der Markt aber auf einen kräftigen Eigenanteil einstellen. Wegen der geänderten Förderbedingungen gewähre der Freistaat Bayern nur noch einen Zuschuss von 50 Prozent. Beim überaus gelungenen Projekt Anzenkirchen habe die Beteiligung des Marktes nur 25 Prozent (=250.000 Euro) ausgemacht.
Einen ähnlichen Betrag (ca. 260.000 Euro) lässt sich der Markt den Breitbandausbau kosten. Wie der Bürgermeister dazu ausführte, sei dieses Vorhaben noch kurz vor Ablauf  der staatlichen Förderung (mit einem Zuschuss von 100.000 Euro) Ende 2011 „in trockene Tücher“ gebracht worden. Spätestens bis Mitte 2013 müssten laut Vertrag mit der Telekom die Ausbaubereiche Anzenkirchen und Neukirchen mittels Glasfasertechnik einen schnelleren Internetzugang haben, mit Verbindungsgeschwindigkeiten bis zu 50 MBits.
Czech listete dann Maßnahmen auf, die in der Projektliste <Orientierung 2002.plus> für den Haushaltsplan 2012 vorgesehen seien. Erwähnung fanden hier die Erschließung des Wohnbaugebietes Triftern-Berndlberg/ III  mit Kosten von ca. 250.000 Euro, die Erneuerung von Fahrbahnen und Sanierung von Brücken im Zuge von Gemeindestraßen (215.000 Euro), die Sanierung des Freibades Triftern (200.000 Euro) sowie der Neubau des Gerätehauses Anzenkirchen durch die dortige Freiwillige Feuerwehr mit einer Kostenbeteiligung des Marktes in voraussichtlicher Höhe von 71.000 Euro.
Zur Finanzierung dieser Vorhaben wies der Bürgermeister daraufhin, dass man heuer wegen der niedrigeren Schlüsselzuweisung und der höheren Kreisumlage einen geringeren Überführungsbetrag in den Vermögenshaushalt als in den Vorjahren erzielen werde. Dadurch bedingt müsse man, was Eigenmittel anbelange, im Wesentlichen auf die Rücklagen zurückgreifen, die sich derzeit auf 1,6 Mio Euro belaufen würden.
Darüber hinaus seien auch wieder Kreditaufnahmen notwendig, so Walter Czech weiter.
Dies bedeute, dass sich der Schuldenstand von Markt und Gemeindewerken bei weiteren größeren Investitionen nicht verringern lasse. Zum 31.Dezember 2011 habe dieser insgesamt 6,7 Mio Euro betragen, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1.292 Euro entspreche.
Der Bürgermeister sprach dann noch zwei Vorhaben externer Träger an, die der Gemeindeentwicklung überaus dienlich seien. Es wären dies der mittlerweile schon angelaufene Bau der St 2112-Ortsumgehungen Neukirchen und Godlsham durch den Freistaat Bayern, mit Kosten von über 14 Mio Euro, sowie die Anlage Betreutes Wohnen in Triftern. Dieses Projekt  der Wohnungsbau GmbH Pfarrkirchen mit 21 Wohneinheiten und einer Sozialstation des BRK werde nach seinem Kenntnisstand im April dieses Jahres gestartet.
                                                                                                                                  - er